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Garmin präsentiert nachrüstbare Autopiloten GFC 500 und GFC 600

Im Vorfeld des EAA AirVentures, welches in der nächsten Woche in Oshkosh, Wisconsin, stattfindet, hat der Avionikhersteller Garmin International eine Reihe von neuen Produkten vorgestellt, die in Oshkosh für Furore sorgen werden. Darunter sind auch zwei nachrüstbare Autopiloten zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis. 

20.07.2017

Garmins GFC 600 verfügt bereits über eine ergänzende Musterzulassung für die Beechcraft A36 Bonanza und die B55 Baron. © Garmin

Garmin hat eine ganze Reihe von Neuheiten im Vorfeld des EAA AirVentures vorgestellt. Neben der neuen Pilotenuhr D2 Charlie sind auch zwei nachrüstbare Autopiloten im Programm. Der GFC 500 ist für kleine Kolbenmotorflugzeuge gedacht, während der leistungsstärkere GFC 600 für Hochleistungsein- und -zweimots sowie für Turbinenflugzeuge entwickelt wurde.

Beide Systeme nutzen Solid-State-AHRS-Fluglagedaten und steuern das Flugzeug mittels Garmins intelligenten Servos. Sie sind im Funktionsumfang dem GFC 700-Autopiloten ähnlich.

Bei dem GSA 87 AP Servo für den GFC 600-Autopiloten handelt es sich um einen intelligenten Servo. © Garmin

Neben den üblichen Autopilot-Funktionen wie Höhenhaltung, Vertical Speed und Heading Mode, bieten beide Selbststeueranlagen unter anderem folgende zusätzliche Funktionen:
Altitude pre-Select und Indicated Airspeed Hold Mode.
Level Mode Knopf, der – wenn er gedrückt wird – das Flugzeug automatisch wieder in den Geradeausflug ohne Höhenänderung (straight and level flight) zurückbringt.
Underspeed Protection: Der Autopilot greift ein, bevor das Flugzeug die Überziehgeschwindigkeit unterschreitet
Overspeed Protection: Der Autopilot greift ein, bevor das Flugzeug die Maximalgeschwindigkeit überschreitet
Coupled Go-Arounds
Verschiedene Anflugarten wie GPS, ILS, VOR, LOC und Back-Course Approach
Electronic Stability and Protection: ESP ist eine Automatik, die die Steuerkräfte steigen lässt, wenn ein Pilot beispielsweise versucht, das Flugzeug mit einer zu starken Schräglage zu fliegen. Je weiter sich Flugzeug sich den Limits annähert, umso stärker wirkt die Gegenkraft auf das Steuerhorn.

Erstes STC ist für die Cessna 172

Während der GFC 600 optimal mit den Garmin-Displays G500 und G600 zusammenarbeitet, ist der GFC 500 für die Zusammenarbeit mit dem G5 Electronic Flight Instrument ausgelegt. Als erstes STC strebt Garmin die Ergänzende Musterzulassung für den Einbau des GFC 500 in der Cessna 172 an. Die Arbeiten dafür sollen im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach sollen die STCs für die Piper PA-28-Baureihe sowie für die Cessna 182 Skylane folgen. Kunden, die ihr Flugzeug bereits mit einem G5-Fluginstrument ausgerüstet haben, erhalten den GFC 500 als Zwei-Achsen-Autopilot für die Cessna 172 bereits für 6.995 US-Dollar. Zusammen mit dem G5 kostet der GFC 500 unter 10.000 US-Dollar.

Der GFC 600 hat dagegen schon die ersten beiden STC’s von der FAA erhalten. Der Autopilot für die Beech A36 Bonanza kostet 19.995 Dollar, der für die zweimotorige Beech B55 Baron kostet 23.995 US-Dollar.

An der EASA-Zulassung der beiden Autopiloten für eine Vielzahl von Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt arbeitet Garmin ebenfalls.

 

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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