Homepage » Helikopter - news » DRF Luftrettung transportiert Covid-19-Patienten mit EpiShuttle

DRF Luftrettung transportiert Covid-19-Patienten mit EpiShuttle

Eine Isoliertrage ermöglicht den Lufttransport von infektiösen Patienten, ohne dass der Helikopter danach komplett desinfiziert werden muss. Die DRF Luftrettung setzt die EpiShuttle genannten Tragen seit Anfang dieses Monats für den Transport von Covid-19-Patienten ein.

16.04.2020

Die DRF Luftrettung setzt für den Transport von Covid-19-Patienten die EpiShuttle-Isoliertrage ein. © DRF Luftrettung

Der Transport von infektiösen Patienten in einem Rettungshubschrauber ist eine aufwendige Angelegenheit. Besondere Maßnahmen müssen dafür getroffen, um die Besatzung und das medizinische Begleitpersonal gegen eine mögliche Übertragung von Krankheitserregern des Patienten zu schützen. Und nach dem Transport muss der Hubschrauber gründliche desinfiziert werden, bevor er wieder in den Einsatz gehen darf, es sei denn, man kann eine Isoliertrage einsetzen.

Die DRF Luftrettung hat Ende März für den Transport von Covid-19-Patienten insgesamt elf so genannte EpiShuttles beschafft. Das sind Isoliertragen für infektiöse Patienten. Dr. Jörg Braun, der medizinische Leiter der DRF Luftrettung, sagte: „Die innovativen EpiShuttles erlauben es, den Patienten wie in einer Isolierstation zu transportieren: Die Person liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden. Und unsere Crews sind vor einer Ansteckung noch besser als bisher geschützt und können ihre lebensrettenden Einsätze fortsetzen.“

EpiShuttle schützt Patienten und Crew

Damit ist es nicht mehr notwendig, die Helikopter nach dem Transport eines Patienten zu desinfizieren, weil in der Isoliertrage Unterdruck herrscht, der ein Entweichen von Viren und Bakterien verhindert. Die Anschaffung eines einzigen EpiShuttle kostet allerdings rund 40.000 Euro.

Die DRF Luftrettung hat den am Karlsruhe/Baden-Baden Airport stationierten Hubschrauber H145 innerhalb von 36 Stunden umgerüstet, um Covid-19-Patienten zu transportieren. Beim ersten Einsatz des EpiShuttle transportierte der Intensivtransporthubschrauber H145 der DRF Luftrettung eine 70-jährige Patientin von Schwäbisch Hall nach Kassel.

„Während sein Einsatzgebiet überwiegend der Transport von Covid-19-Patienten aus besonders stark betroffenen Regionen im Ausland an weiterbehandelnde Kliniken sowohl im In- und Ausland ist, kommt der Hubschrauber auch in Deutschland zum Einsatz, wenn reguläre Ressourcen vor Ort nicht in einer für den Patienten angemessenen Zeit verfügbar sind,“ teilte die gemeinnützige Organisation mit, die sich weitgehend aus Spenden finanziert.

Volker K. Thomalla

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Air BP spendet Treibstoff für Rettungshubschrauber

ADAC Luftrettung holt Corona-Patienten aus Frankreich

Armée de l’Air fliegt Covid-19-Patienten mit A330 MRTT aus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.