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Spaes GmbH integriert abwerfbares ELT in Hubschrauber

Die Spaes GmbH aus Karlsruhe hat einen automatisch abwurfbaren Notsender in Hubschrauber vom Typ Airbus Helicopters AS355 und AS350 eingebaut, Dabei arbeitete sie mit der KMN Koopmann Helicopter GmbH zusammen.

6.07.2018

Die Spaes GmbH aus Karlsruhe hat einen abwerfbaren Notsender für Hubschrauber von Airbus Helicopters entwickelt. © Spaes GmbH

Die neuen Anforderungen der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für den Betrieb von Luftfahrzeugen über Wasser erforderten bei einem Helikopter-Betreiber die Installation eines automatisch abwerfbaren Notsenders (AD-ELT/Automatic Deployable Emergency Locator Transmitter) in den Hubschraubern des Typs AS355 und AS350. Die Helikopter sind im Offshore-Einsatz unterwegs und müssen deshalb mit AD-ELT ausgerüstet sein.

ELT löst sich beim Aufprall auf Wasser

Der Betreiber wandte sich an die Spaes GmbH aus Karlsruhe, die seit Juni vergangenen Jahres bereits über ein STC für den Einbau eines AD-ELT von Smith in der EC135 verfügt. „Im Gegensatz zu den herkömmlichen, innen angebrachten Standardnotsendern im Hubschrauber schwimmt dieser außen angebrachte Notsender bei einer Notwasserung auf dem Wasser und kann weiterhin die Standortdaten übermitteln“, sagte Joachim Kies, Leiter operatives Geschäft bei der Spaes GmbH.

Beim Einbau des Geräts arbeitete die Spaes GmbH mit dem Instandhaltungsbetrieb der KMN Koopmann Helicopter GmbH zusammen. „Für den Einbau wurde ein EASA Supplemental Type Certificate (STC) durchgeführt. Dabei erstellte Spaes die erforderlichen Einbau- und Testdokumente“, so Kies.

Das AD-ELT ist unten am Rumpf installiert und kann über eine im Cockpit installierte Bedieneinheit manuell abgeworfen werden. Das Gerät verfügt aber auch über einen Wasser- und einen Beschleunigungssensor. Sollte der Sensor einen harten Aufprall registrieren oder mit Wasser in Berührung kommen, wird das AD-ELT aktiviert und automatisch abgeworfen.

Die Spaes GmbH wurde 2014 am Flughafen Mannheim gegründet. Sie bietet Produkte (wie zum Beispiel ein Aural Warning and Information System AWIS) und Dienstleistungen für die Luftfahrt an und ist unter anderem ein eigenständiger EASA Part-21J-Entwicklunsgbetrieb. Sie führt auch Schulungen (CS23/CS27/CS29) durch. 2018 eröffnete sie eine Zweigniederlassung in Karlsruhe.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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