Bei einem Medienbriefing im Vorfeld der derzeit stattfindenen Drehflügler-Messe Verticon (09. – 12. März 2026) in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia hat Bruno Guimbal, der Inhaber und Hauptgeschäftsführer (CEO) des Leichthubschrauber-Herstellers Guimbal Helicopteres, gesagt, dass ihn die Kunden schon seit Jahren drängen, neben dem leichten zweisitzigen Hubschrauber Guimbal Cabri G2 auch ein vier- oder fünfistziges Muster zu entwickeln und so sein Produktportfoilo zu erweitern. Bislang hatte sich der ehemalige Airbus-Helicopters-Ingenieur aber immer dem Drängen seiner Kunden widersetzt. Bis jetzt.
GrandCabri G5 soll Maßstäbe setzen
Guimbal Helicopteres wird mit der GrandCabri G5 einen neuen, fünfsitzigen Hubschrauber mit Turbinenantrieb bauen. Guimbal will mit dem neuen Muster den Markt der leichten Turbinenhubschrauber bereichern. Er sagte: „Wir haben unseren Kunden auf der ganzen Welt zugehört und eine starke Nachfrage nach einem modernen, vielseitigen und leistungsstarken Hubschrauber identifiziert, der die Lücke zwischen der Cabri G2 und der H125 schließt. Die GrandCabri G5 erfüllt diesen Bedarf ganz genau. Sie wird aber die Schlüssel-DNA der G2 behalten: hohe Wendigkeit, einen Mehrblattrotor mit Composite-Blättern, einen Fenestron sowie eine crashresistente Struktur. Das Ganze gepaart mit den Leistungen einer hochmodernen Turbine mit signifikant reduzierten Betriebskosten. Der neue Hubschrauber wird erheblich von der umfangreichen Flugerfahrung der Cabri G2 von über 700.000 Flugstunden profitieren. Wir haben bislang über 400 Hubschrauber an Kunden in 40 Ländern geliefert. Diese Erfahrung zeigt, dass die G2 der sicherste Kolbenmotor-Hubschrauber aller Zeiten ist.“
Und er will mit der CabriGrand G5 einen weiteren Maßstab setzen. Er sagte: „Ich will, dass die GrandCabri G5 der leiseste Hubschrauber aller Zeiten wird. Punkt!“
Neben der erfolgreichen, zweisitzigen Cabri G2 (links) wird Helicopteres Guimbal künftig auch die GrandCabri G5 (rechts) bauen. © Helicopteres Guimbal
Als Antrieb für den neuen Helikopter hat sich Bruno Guimbal für das Arrius-2D mit 450 Wellen-PS von Safran Helicopter Engines entschieden, auch wenn er das Safran-Triebwerk für teuer in der Anschaffunfg erachtet. Safran hat bislang über 4.400 Triebwerke der Arrius-Familie ausgeliefert, die zusammen bei über 14 Millionen Millionen Flugstunden ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt haben.
Cédric Goubet, der CEO von Safran Helicopter Engines, sagte: „Wir freuen uns besonders über diese exklusive Partnerschaft mit Helicopteres Guimbal, um die neue GrandCabri G5, ihren ersten Hubschrauber mit Turbinenantrieb, anzutreiben. Mit dem Arrius-Triebwerk hat sich Guimbal für eine bewährte und zuverlässige Antriebslösung mit einem hohen Reifegrad bei der Inbetriebnahme entschieden.“
Einen konkreten Projektzeitplan nannte Guimblal allerdings nicht. Er strebt an, ein erstes Exemplar gegen „Ende dieser Dekade“ an einen Kunden zu übergeben.
Volker K. Thomalla
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