Homepage » Industrie - news » Liebherr-Aerospace will Zusammenarbeit mit Boeing erweitern

Liebherr-Aerospace will Zusammenarbeit mit Boeing erweitern

Liebherr-Aerospace liefert schon seit 1979 Teile für Boeing-Flugzeuge in die USA. Seit 2007 ist das Unternehmen mit einem eigenen Verbindungsbüro bei dem Hersteller in Everett vertreten. Das hat die Kommunikation mit dem Kunden vereinfacht und Problemlösungen beschleunigt. Es hilft aber auch, Gelegenheiten für neue Geschäfte besser zu erkennen. 

12.05.2020

Liebherr-Aerospace liefert für die Boeing 777X-Familie unter anderem das Antriebssystem für die klappbaren Flügelspitzen. © Boeing

In Krisenzeiten bieten sich auch immer Chancen für zukünftige Geschäfte. Die kann man aber nur erkennen, wenn man eng mit Partnern zusammenarbeitet und vor Ort vertreten ist. Seit 2007 betreibt Liebherr-Aerospace aus Lindenberg ein Verbindungsbüro in Everett im US-Bundesstaat Washington. Offiziell heißt das Büro Liaison Office Seattle, weil die Zivilflugzeugsparte von Boeing dort beheimatet ist.

Dietmar Klauber das Büro als General Manager. Er sagt: „Unser Büro fungiert als Schnittstelle zwischen Boeing und den OEM-Standorten von Liebherr-Aerospace in Lindenberg und Toulouse. Wir stellen so eine enge Verbindung zwischen den beiden Unternehmen sicher – sowohl für laufende Projekte, als auch für mögliche zukünftige Flugzeugprogramme. Wir können Boeing schnelle und hochwertige Unterstützung bieten und damit alle Anforderungen der aktuellen Programme erfüllen.“

Elf Mitarbeiter im Liaison Office Seattle

Das Liebherr-Aerospace-Team in Everett umfasst elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Ingenieur jeweils ein Produkt betreuen. Ein Ingenieur ist Spezialist für das Klimatisierungs- und Triebwerkszapfluftsystem der Boeing 747-8, ein anderer kennt das Antriebssystem für die hochklappbaren Tragflächenspitzen der 777X genau. Dadurch seien die Zuständigkeitsbereiche klar definiert und die Problemlösungen sowie die Kommunikation zwischen den Boeing- und den Liebherr-Aerospace-Teams laufe effektiv und reibungslos, so Liebherr Aerospace.

Das Unternehmen liefert unter anderem Druckregulierungsventile für die Boeing KC-46, Stellantriebe, hydraulische Motor- und zentrale Antriebseinheit für die Stellantriebe der Slats der 777X sowie die elektronische Steuereinheit für die Bugradlenkung der 787 und das Steuerungssystem für das Hauptfahrwerk und den Stellantrieb mit dem Lenkpositionsgeber für die 777 und die 777X.

Auch wenn sowohl Liebherr-Aerospace als auch Boeing hart von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sind, so können sich nach der Krise neue Felder der Zusammenarbeit ergeben. Dietmar Klauber: „Unser Ziel ist es, unseren Kunden immer besser zu unterstützen und seine Anforderungen zu erfüllen. Eine Möglichkeit könnte zum Beispiel sein, unser Geschäft von der zivilen Luftfahrt in den Militärbereich auszuweiten.“

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Alle guten Dinge sind drei: Die Boeing 777X fliegt!

Liebherr und GM bauen gemeinsam eine Brennstoffzellen-APU

Liebherr-Aerospace fertigt A350-Teile im 3D-Druck

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.