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Saab erprobt sein neues AESA-Radar jetzt auch im Flug

Saab hat mit der Flugerprobung eines neuen Radars begonnen, das mit neuen Materialien deutlich leistungsfähiger sein soll als bisherige Radare in Kampfflugzeugen. 

28.04.2020

Der schwedische Technologiekonzern Saab hat mit der Flugerprobung seines AESA-Radars mit elektronischer Strahlschwenkung begonnen. © Saab

Der schwedische Technologiekonzern Saab hat Anfang April begonnen, ein neues X-Band AESA-Radar an Bord einer zweisitzigen Gripen D im Flug zu erproben. „Dies ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres neuen AESA-Radars für Kampfflugzeuge“, sagte Anders Carp, Senior Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Surveillance bei Saab. Bei einem AESA-Radar erfolgt die Strahlschwenkung elektronisch. Dadurch ist das Radar in der Lage, Ziele schneller zu erfassen, zu identifizieren und einzelne Ziele zu verfolgen.

Gallium-Nitride erhöhen die Leistung

Das neue Radar soll die bestehende PS-05/A-Radar-Familie in Saabs Portfolio ergänzen. Es verfügt über Module aus Gallium-Nitride (GaN), einem sehr seltenen Metall, die aber sehr wenig Energie verbrauchen und über ein sehr vorteilhaftes Leistungsgewicht verfügen. Außerdem bietet das Material eine bessere Hitzeverträglichkeit des Systems. Damit könne das neue Radar mit einer größeren Bandbreite und höherer Zuverlässigkeit arbeiten und weise eine höhere Erkennung von kleinen Zielen auf, so der Hersteller. Außerdem sei das neue Gerät unempfindlicher gegen elektronische Störversuche.

Obwohl das neue Radar in einer Gripen erprobt wird, ist es nach Angaben des Herstellers für eine große Bandbreite von Flugzeugen geeignet. Der Aufbau ist modular und skalierbar. Saab hat bereits im Oktober 2018 eine nicht näher bezeichnete Regierungsbehörde aus den USA als Erstkunden gewinnen können. Das neue Radar werde aber auch bestehenden Saab-Kunden als Upgrade für ihren Gripen angeboten.

Bob Fischer

 

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