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Farnborough Airshow: Veranstalter ziehen positive Bilanz

Die Farnborough International Airshow 2018 ist Geschichte. Die Hersteller verkündeten Aufträge in Rekordhöhe, die Messeveranstalter sind mit den Besucherzahlen und den Ausstellerzahlen zufrieden. Auswirkungen vor dem nahen Brexit befürchten sie nicht.

23.07.2018

Blick auf das Messegelände der Farnborough International Airshow 2018. © Farnborough Airshow

Die Farnborough International Airshow ist gestern nach vier Fachbesucher- und drei Publikumstagen zu Ende gegangen. Die Veranstalter sind sowohl mit der Zahl der Aussteller, als auch mit der Zahl der Besucher, aber vor allem mit der Zahl der auf der Messe verkündeten Aufträge, sehr zufrieden. Gareth Rogers, der Hauptgeschäftsführer (Chief Executive) des Veranstalters Farnborough International, sagte zum Messeabschluss: „Der Auftragsbestand der Industrie war schon vor Beginn der Messe auf Rekordhöhe. Über 14.000 Flugzeuge stehen in den Auftragsbücher. Die großen Aufträge, die in dieser Woche bekanntgegeben worden sind, zeigen, wie zuversichtlich die Industrie ist, und welche Rolle Farnborough als ein Wirtschaftsbarometer spielt.“

Die Veranstalter der Farnborough International Airshow 2018 waren mit dem Ergebnis der Messe sehr zufrieden. © Volker K. Thomalla

Die Hersteller haben auf der Messe Aufträge für 1.400 Verkehrsflugzeuge veröffentlicht. Der Wert dieser Aufträge nach Listenpreis beträgt 154 Milliarden US-Dollar (131 Milliarden Euro) Allerdings werden bei Großaufträge üblicherweise großzügige Preisnachlässe gewährt, so dass der wahre Auftragswert sehr deutlich unter den 154 Milliarden US-Dollar liegt. Außerdem haben die Hersteller zum Teil Aufträge verkündet, die bereits in den Auftragsbüchern standen, allerdings in der Rubrik „ungenannte Kunden“.

Boeing verkündete 673 Bestellungen

Boeing verkündete während der Farnborough Airshow Aufträge für 673 Verkehrsflugzeuge, Airbus für 431, während Embraer mit Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen für über 300 Verkehrsflugzeugen den Heimweg antreten konnte. Darüber hinaus wurden auf der Messe auch Aufträge für 1.432 Triebwerke im (Preislisten-) Wert von 21,96 Milliarden US-Dollar (18,77 Milliarden Euro) verkündet.

Mögliche Folgen des Brexit fürchten die Veranstalter nicht. Sie wiesen daraufhin, dass nur 37 Wochen vor dem Austritt Großbritannien aus der Europäischen Union rund 100 Nationen auf der Messe vertreten waren und damit mehr ausländische Besucher und Aussteller als je zuvor. Im Vergleich zu den Vorjahren habe die Zahl der Fachbesucher um fast zehn Prozent auf über 80.000 zugenommen. „Die Farnborough International Airshow ist auch weiterhin das Epizentrum der globalen Aerospace Community und wir freuen uns, dass diese Rolle in den nächsten beiden Jahren bis zur Airshow 2020 noch wachsen wird“, sagte Gareth Rogers fast trotzig.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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