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Rolls-Royce hat das 8.000. Triebwerk aus Dahlewitz ausgeliefert

Rolls-Royce hat die Übergabe des 8.000. Triebwerks aus Dahlewitz an einen Kunden gefeiert. Der Standort ist aber nicht nur in der Triebwerksproduktion tätig, sondern auch in der Technologie- und Produktentwicklung sowie bei den Tests für künftige Antriebsgenerationen.

12.06.2020

Am Standort Dahlewitz ist die Endmontage der Triebwerke BR725, BR710, Pearl 15 und Trent XWB angesiedelt. © Rolls-Royce

Als 1990 BMW und Rolls-Royce zusammenkamen, um das Gemeinschaftsunternehmen BMW Rolls-Royce Aero Engines zu gründen, kannte in der weltweiten Luftfahrt-Community wohl kaum jemand den Namen Dahlewitz. Heute ist der Name der 2.200 Einwohner zählenden Gemeinde südöstlich von Berlin  jedem geläufig, der sich in der Luftfahrtindustrie auskennt. Der Grund dafür ist das Werk von Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz, das gerade ein besonderes Jubiläum gefeiert hat.

BR725 für eine Gulfstream G650ER

Rolls-Royce (seit 1999 Mehrheitseigner am ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen BMW Rolls-Royce) hat das 8.000. Triebwerk aus Dahlewitz an einen Kunden geliefert. Bei dem Aggregat handelt es sich um einen BR725-Turbofan, der eine Gulfstream G650ER antreiben wird. Der Turbofan ist auf dem Weg zum Hersteller Gulfstream Aerospace nach Savannah im US-Bundesstaat Georgia.

Das 8.000. Triebwerk aus Dahlewitz wird eine Gulfstream G650ER antreiben. © Gulfstream Aerospace

Dahlewitz hat 1995 in dem neu errichteten Werk mit der Serienproduktion von Triebwerken begonnen. Der Standort ist Kompetenzzentrum für die Zweiwellen-Triebwerke von Rolls-Royce und damit verantwortlich für die Antriebe BR710, BR715, BR725, Pearl, Tay, Spey sowie für die Rolls-Royce Dart-Turboprops. Darüber hinaus montiert Rolls-Royce in Dahlewitz auch die Großtriebwerke der Trent XWB-Reihe.

Bislang hat Rolls-Royce über 4.700 Triebwerke der BR700-Familie in Dahlewitz produziert. Alle Antriebe dieser Familie zusammen haben nach Angaben des Herstellers eine Flugstundenzahl von 27 Millionen gesammelt.

Dr. Dirk Geisinger, Direktor für Business Aviation und Vorsitzender von Rolls-Royce Deutschland, sagte: „Wir sind sehr stolz auf diese Leistung, die das Ergebnis von 25 Jahren harter, engagierter Arbeit unseres Dahlewitz-Teams ist. Und ich bin besonders stolz auf unsere Mitarbeiter, die sich auch in diesen beispiellosen Zeiten dafür einsetzen, Produkte von Weltklasse zu liefern und unseren globalen Kundenstamm zu unterstützen“.

Vorbereitungen für den UltraFan

In Dahlewitz produziert und montiert Rolls-Royce nicht nur Triebwerke, sondern legt durch Technologie- und Produktentwicklung auch die Grundlagen für künftige Antriebsgenerationen. Auf Prüfständen am Standort testet der global aufgestellte Hersteller auch ganze Triebwerke sowie Komponenten. So ist beispielsweise in Dahlewitz der leistungsfähigste Prüfstand für Luftfahrtgetriebe angesiedelt. 2017 stellten die Testingenieure einen Weltrekord auf, als sei ein Getriebe für den künftigen UltraFan des Herstellers mit 70.000 PS beaufschlagten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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