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Austrian Airlines und OMV recyceln Plastikbecher zu Rohöl

Auf Initiative des Mitarbeiter-Teams "Fly Greener" der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines ist ein Projekt entstanden, bei dem aus den gebrauchten Plastikbechern des Bordservices Öl gewonnen wird. Als Partner dieses Projekts hat die Airline den Energiekonzern OMV gewinnen können. 

22.03.2019

Austrian Airlines sammelt die Plastikbecher an Bord gesondert ein, die OMV verarbeitet sie anschließend zu Öl. © Austrian

Ökologie und Ökonomie gehen häufig Hand in Hand, wenn zum Beispiel Müll, der sonst auf einer Deponie landen würde, einer Weiterverwendung zugeführt wird. Austrian Airlines sammelt seit Ende letzten Jahres die gebrauchten Plastikbecher aus dem Bordservice gesondert ein, um in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Energiekonzern OMV aus ihnen Rohöl zu gewinnen. Ein Entsorgungsunternehmen reinigt und schreddert die Becher, bevor sie in der OMV-Raffinerie in der Nähe des Flughafens Wien in einer ReOil genannten Pilotanlage zu synthetischem Rohöl verarbeitet werden. Thomas Gangl, OMV Senior Vice President Refining & Petrochemicals, sagte zu dem Projekt: „In der ReOil- Pilotanlage können wir die AUA-Getränkebecher zu synthetischem Rohöl und in weiteren Schritten zu Kraftstoff beziehungsweise wieder zu Kunststoffen verarbeiten. Unser OMV-Forschungsprojekt ermöglicht, diesen Kreislauf zu schließen und Müll zu reduzieren.“

ReOil-Pilotanlage in Schwechat

Der Energiekonzern forscht bereits seit 2011 an Verfahren zum Recyceln von Altkunststoffen und hat seine ReOil-Anlage im vergangenen Jahr in Betrieb genommen. Nach Angaben der OMV entstehen aus 100 Kilogramm Plastikmüll rund 100 Liter Rohöl.

„Austrian Airlines arbeitet laufend daran, den Bordabfall auf Flügen zu reduzieren. Beim Recycling leisten unsere Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter seit vielen Jahren einen wesentlichen Beitrag. Ich freue mich sehr, dass wir durch die Initiative der Crewmitglieder aus dem Austrian Airlines „Fly greener“ Team – gemeinsam mit der OMV – einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung setzen konnten“, sagt Vera Renner, Vice President Cabin Operations der Airline.

„Fly greener“ ist ein 2014 ins Leben gerufenes, konzernweites Projekt der Lufthansa Group, bei dem jede Airline der Gruppe mit eigenen Ideen helfen soll, das Abfallaufkommen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Austrian Airlines trennt nach eigenen Angaben schon seit Jahren verschiedenste Materialien an Bord, die recycelt werden.

Volker K. Thomalla

 

 

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