Homepage » Luftverkehr - news » Der erste Airbus A321neo für Play ist lackiert

Die neue isländische Fluggesellschaft Play nähert sich der Aufnahme des Flugbetriebs. Sie hat das AOC erhalten, die Crews geschult und eingekleidet. Nun wurde auch das erste Flugzeug, ein Airbus A321neo, lackiert. Eine der ersten Destinationen ist Berlin.

14.06.2021

Der 2018 gebaute Airbus A321neo mit dem Kennzeichen TF-AEW ist das erste Flugzeug des neuen isländischen Low Cost Carriers Play. © Play

Nachdem die 2019 gegründete isländische Billigfluggesellschaft PLAY im vergangenen Monat ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) von der isländischen Verkehrsbehörde Samgöngustofa erhalten hat, wurde nun das erste Flugzeug der neuen Airline lackiert. Dabei handelt es sich um den 2018 gebauten Airbus A321neo mit dem Kennzeichen TF-AEW. Das Flugzeug hatte von Mai 2018 bis August 2020 bei der mexikanischen Interjet im Dienst gestanden und wurde dann wegen der Coronakrise an den Leasinggeber AerCap zurückgegeben. Der parkte den Single Aisle Jet auf dem Flughafen von Houston im US-Bundesstaat Texas.

Für die Lackierung flog eine Play-Crew die A321neo zum Chennault Airport in Lake Charles im US-Bundesstaat Louisiana. Der Jet ist in einem strahlenden Rot lackiert, der Schriftzug PLAY auf dem Rumpf und auf dem Leitwerk ist komplett in weiß ausgeführt.

Arnar Már Magnússon, der Chief Operating Officer (COO) von Play, kommentierte die Erteilung des AOC für die Airline mit den Worten: „Wir hatten eine hervorragende Zusammenarbeit mit den Behörden, insbesondere mit der isländischen Verkehrsbehörde. Es war ein wichtiger Meilenstein, als wir uns die Unterstützung von AerCap und Airbus sicherten, denn sie kennen die Branche in- und auswendig, und ihre Unterstützung hat großes Gewicht.“

Drei Single Aisle Jets in diesem Jahr

Nach Angaben der Airline sollen noch in diesem Sommer zwei weitere Airbus-Narrowbodies zur Flotte stoßen. Als erste Destinationen will Play von seiner Heimatbasis auf Island aus Kopenhagen, Berlin, London, Paris, Barcelona, Alicante und Teneriffa bedienen.

Bei den Crew-Uniformen, die die Airline in der vergangenen Woche vorgestellt hat, geht Play neue Wege: Sie sind nicht geschlechtsspezifisch ausgelegt. Die dominierenden Farben sind rot und grau. Anstelle von Pumps und schwarzen Lederschuhen tragen die Play-Cabincrews weiße Sneaker. Vorschriften in Bezug auf Tätowierungen, Frisuren und Nagellack soll es bei Play ebenfalls nicht geben.

Die Pläne des Play-Managements, die einen Start der Airline im Frühjahr 2020 vorsahen, wurden durch die COVID-19-Pandemie durchkreuzt. Doch der grundsätzliche Businessplan ist unverändert: Innerhalb von drei Jahren soll die Flotte des Low Cost Carriers auf zehn Flugzeuge wachsen. Wenn die USA ihre Grenzen wieder für Reisende aus der EU öffnet, soll das Streckennetz der Fluglinie auch in Richtung Nordamerika erweitert werden. Damit will sich Play als günstige Alternative zu Icelandair und zu den klassischen Nonstop-Linienflugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika am Markt positionieren.

Volker K. Thomalla

 

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