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IAI landet Heron-Drohne auf internationalem Flughafen

Erstmalig ist mit der IAI Heron eine große Drohne auf einem internationalen Verkehrsflughafen gelandet und von dort aus auch wieder gestartet. Das Unternehmen sieht mit diesem Flug als Türöffner in Richtung ziviler Anwendungen von UAV im gewerblichen Bereich.

18.09.2020

Am 16. September 2020 landete mit der IAI Heron erstmalig eine große Drohne auf einem aktiven internationalen Verkehrsflughafen. © IAI

Am 16. September 2020 ist erstmalig eine große Drohne auf einem internationalen Airport gelandet und von dort wieder gestartet. Der Flug fand auf dem Ben Gurion Airport in Tel Aviv in Israel statt. Das UAV (Unmanned Aerial Vehicle) vom Typ Heron war zuvor vom Startplatz Ein Shemer im Norden des Landes gestartet und kehrte nach seinem Zwischenstopp auf dem internationalen Flughafen von Tel Aviv auch dorthin wieder zurück.

Während des gesamten Fluges wurde die Aufklärungsdrohne von einer Kontrollstation in Ein Shemer aus gesteuert, teilte der Hersteller IAI (Israel Aerospace Industries) mit. Dieser Flug beweise die Reife des Long Runner-Steuerungssystems, das sich auf Satellitenkommunikation stützt und auch automatische Starts und Landungen durchführen könne.

Moshe Levy, der Executive Vice President und General Manager der Military Aircraft Group bei IAI, sagte: „Die IAI-Drohne Heron hat heute einen bedeutenden Durchbruch erzielt und ist zum ersten Mal auf einem internationalen Flughafen gelandet. Die Zukunft der Luftfahrt wird unbemannte Flugzeuge auf zivilen Flughäfen landen lassen müssen, und heute ist dies dank der harten und gemeinsamen Arbeit der israelischen Zivilluftfahrtbehörde und der israelischen Flughafenbehörde zum ersten Mal gelungen. Dies ist eine große Errungenschaft für IAI auf dem Gebiet der UAVs. Mit diesem Flug haben wir die Türen für zivile Anwendungen wie beispielsweise Frachttransporte geöffnet.“

Perfekter Zeitpunkt für einen Testflug

IAI hat sich einen günstigen Zeitpunkt für seine Landung in Tel Aviv ausgesucht. Wegen der Reisebeschränkungen aufgrund der Coronakrise sind die meisten Linienflüge von und nach Tel Aviv derzeit storniert, so dass der Verkehr überschaubar war. Am 16. September fanden lediglich rund 40 Flüge von ursprünglich einmal über 100 geplanten Flügen statt.

Zu den militärischen Nutzern der 8,50 Meter langen Heron-Drohne gehört auch die Bundeswehr. Die von einem Rotax-914-Vierzylindermotor angetriebene Drohne ist allwettertauglich und kann dank ihrer Nutzlastkapazität von 290 Kilogramm mehrere Sensoren tragen. Die Luftwaffe gibt die Endurance ihrer Heron-1-Drohnen mit bis zu 27 Stunden an.

Bob Fischer

 

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