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Lion Air Flug JT610: Flight Data Recorder geborgen

Bei den Bergungsabeiten an der Absturzstelle von Lion Air-Flug JT610 wurde der Flugdatenschreiber gefunden. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BASARNAS hat das Suchgebiet nach dem Cockpit Voice Recorder ausgeweitet. Bei den Bergungsarbeiten ist heute ein Taucher ums Leben gekommen. 

3.11.2018

Mitarbeiter des indonesischen Katastrophenschutzes bergen Teile des abgestürzten Boeing 737 MAX 8 des Fluges JT610. Hier hält einer der Retter ein Teil der Triebwerkscowling in der Hand. © BASARNAS

Die Bergungsarbeiten an der Absturzstelle der Boeing 737 MAX 8 der Lion Air gehen mit Hochdruck voran. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BASARNAS hat derzeit über 800 Mitarbeiter im Einsatz. Diese bergen neben den Leichen der Opfer auch Flugzeugteile, um die Unfalluntersucher bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Taucher der BASARNAS haben bereits den Flugdatenschreiber (Flight Data Recorder FDR) der verunglückten Maschine gefunden und geborgen. Er  speichert bis zu 25 Stunden lang Daten des Flugzeugs. Das Gerät war beim Absturz zerborsten, allerdings ist das Teil mit den Datenträgern erhalten geblieben und wird derzeit von Spezialisten des indonesischen National Transportation Safety Committees (NTSC) getrocknet, damit die Daten ausgelesen werden können. Die BASARNAS-Taucher haben den FDR drei Kilometer von der Absturzstelle entfernt gefunden.

Das NTSB unterstützt die Unfallermittler

Techniker der US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) sowie des Singapore Transport Safety Investigation Bureaus aus Singapur sind bei den Arbeiten zum Auslesen des Flight Data Recorder in Jakarta dabei.

Den Cockpit Voice Recorder (CVR), der die Geräusche im Cockpit auszeichnet, und der wertvolle Hinweise bei der Ermittlung der Unfallursache geben kann, suchen die BASARNAS-Mitarbeiter noch. Sie haben ihr Suchgebiet auf einen Radius von fünf Kilometern rund um die Stelle, wo der FDR gefunden wurde, ausgedehnt.

Bis heute haben die Retter 73 Opfer des Fluges JT610 geborgen. Bei den Arbeiten ist heute einer der Retter, ein Taucher, ums Leben gekommen. Damit hat der Absturz ein 190. Todesopfer gefordert. Die Retter haben das Hauptwrack geortet und bergen so viele Teile des Flugzeugs, wie sie können. Die Meeresströmung ist an der Absturzstelle verhältnismäßig stark und behindert die Arbeiten. Das bislang größte Einzelteil, was die Bergungskräfte an Bord eines der Schiffe geholt haben, ist ein Hauptfahrwerk.

Bei Twitter und in anderen Social Media-Kanälen sind zwischenzeitlich verschiedene angebliche Wartungsunterlagen der abgestürzten Boeing 737 MAX 8 aufgetaucht. Sie sind nach Angaben des NTSC allerdings Fälschungen.

Volker K. Thomalla

 

 

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