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Morgen bestreikt Verdi die Flughäfen BRE, FRA, CGN und MUC

Flugreisende müssen sich für morgen, 10. April 2018, auf Verspätungen und Flugausfälle an vier deutschen Flughäfen gefasst machen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat zu einem Streik aufgerufen, um in der laufenden Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeberseite aufzubauen.

9.04.2018

Am 10. April 2018 wird der Flughafen München zusammen mit drei weiteren deutschen Airports von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bestreikt. © Flughafen München

Die laufende Tarifrunde im Öffentlichen Dienst ist eine der schwierigsten der vergangenen Jahre. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die rund 2,3 Millionen Angestellte vertritt, hat für morgen, 10. April 2018, zu einem Streik an den Flughäfen Bremen (BRE), Frankfurt (FRA), Köln Bonn (CGN) und München aufgerufen.

Alle betroffenen Airports sollen den ganzen Tag über bestreikt werden. Deswegen befürchten die Flughäfen und die Fluggesellschaften erhebliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr und empfehlen ihre Fluggästen, sich vor der Fahrt zum Flughafen über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. Durch die Streiks an den Drehkreuz-Airports wird es auch zu Verspätungen und Flugausfällen auf anderen Flughäfen kommen, da die Flugzeuge von den Hub-Airports nicht zu ihren Zielflugplätzen starten können.

Viele Flugausfälle und Verspätungen erwartet

Am Flughafen Frankfurt sind nach Angaben der Fraport AG insbesondere die Sicherheitskontrollstellen zu den Abfluggates A und Z  im Terminal 1 geschlossen. Somit besteht für Passagiere, die in Frankfurt mit Abfluggate A oder Z  einchecken, kein Zugang zu diesem Bereich! Diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen. Darüber hinaus warnt die Fraport AG ganztägig vor erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen. Durch Kundgebungen  am Flughafen könne es zudem zu Behinderungen im Straßenverkehr mit verlängerten PKW-Anreisezeiten kommen.

Die Flughafen München GmbH (FMG) teilt mit, dass Airlines und Behörden alle Anstrengungen unternehmen, um die Auswirkungen des Arbeitskampfes nach Möglichkeit zu begrenzen. Die FMG und die im Bodenverkehrsdienst tätige Tochtergesellschaft Aeroground hätten mit Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, mit der sichergestellt werde, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung am Flughafen auch während des Streiks durchgeführt werden können.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von 6,0 Prozent, mindestens 200 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro pro Monat. Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde gibt es noch kein Angebot der Arbeitgeberseite. Verdi bittet auf ihrer Website die betroffenen Passagiere um Verständnis: „Wir tragen tagtäglich dazu bei, dass die Flughäfen immer neue Rekordzahlen schreiben. Wir brauchen eine gerechte Lohnerhöhung – und wegen unserer eher niedrigen Einkommen ist für uns eine Mindesterhöhung ganz besonders wichtig.“

Volker K. Thomalla

 

 

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