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AURA AERO will ERA Ende 2027 in die Luft bringen

Mit einer frischen Finanzierung im Rücken macht der französische Hersteller bei seinen Projekten nun den nächste Schritt in Richtung des Aufbaus der Serienproduktion. Das Unternehmen ist mit der Integral-Einmot-Familie, de, ERA-Regionalflugzeug und der NBATA-Drohne gleich in mehreren Märkten aktiv.

9.04.2026

AURA AERO strebt den Erstflug des 19-sitzigen Regionalflugzeugs ERA für Ende 2027 an. © AURA AERO

Der französische Flugzeughersteller AURA AERO aus Toulouse hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen, in der er neue Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro akquirieren konnte. Außerdem erhält das Unternehmen Unterstützung des US-Bundesstaates Florida für den Aufbau einer Produktionsstätte in Daytona Beach im Sunshine State.

Jérémy Caussade, der Präsident und Mitbegründer von AURA AERO, beschrieb in einem Medienbriefing, dass diese Finanzierung es dem Unternehmen ermöglichen werde, bei drei Prioritäten bedeutende Fortschritte zu erzielen: dem Erstflug des 19-sitzigen, hybrid-elektrisch angetriebenen Regionalflugzeugs ERA, dem Produktionshochlauf bei der Integral-Einmot-Familie und dem Ausbau des Betriebs mit der Drohne ENBATA, während gleichzeitig die für die Massenproduktion notwendigen industriellen Kapazitäten in Frankreich und in den USA aufgebaut würden. Er sagte: „Wir bauen weit mehr als nur Flugzeuge: Wir schaffen einen neuen europäischen Industrieplayer. Dieser Meilenstein gibt uns die Mittel, unsere technologischen Ziele zu erreichen und vor allem in großem Maßstab zu produzieren.“

20 Festbestellungen für ERA

Bei dem Briefing gab AURA AERO bekannt, dass der Erstflug der ERA sich um einige Monate verzögern werde. Statt wie bisher für Ende 2026 strebt der Hersteller nun den Erstflug für Ende 2027 an. Derzeit stehen über 700 Kaufabsichtserklärungen von 16 Kunden für die ERA im Auftragsbuch von AURA AERO. 20 dieser Erklärungen hatte die private französische Fluggesellschaft Pan Européenne vor wenigen Wochen in Festbestellungen umgewandelt. Die ersten Auslieferungen sollen aber nach wie vor 2030 erfolgen.

Das unbemannte Fluggerät ENBATA soll zur europäischen Unabhängigkeit bei Rüstungsgütern beitragen. Die Drohne wird frei von ITAR-Regularien (International Traffic in Arms Regulations) sein, das bedeutet, es werden keine US-Produkte oder Systeme verbaut, die dem US-Außenministerium ein Mitspracherecht bei eventuellen Exportgeschäften einräumen. AURA AERO hat als Industriepartner bei der ENBATA-Drohne Safran, Thales, Aresia und andere französische Unternehmen gewonnen.

Die AURA AERO-Ingenieure haben ausgerechnet, dass ENBATA bis zu 55 Stunden in der Luft bleiben kann. Bei einer maximalen Abflugmasse von zwei Tonnen beträgt die Nutzlast der einmotorigen Drohne rund eine Tonne. Mögliche Missionen für ENBATA sind Langstrecken-Aufklärungsflüge, Überwachung, elektronische Kriegsführung, Seeraumüberwachung, Kommunikationsknoten und Anti-Drohnen-Flüge.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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