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Flughafen München unterstützt Entwicklung von Urban-Air Ports

Ohne eine entsprechende Infrastruktur am Boden wird die Urban Air Mobility mit Flugtaxis und Frachtdrohnen nicht abheben können. Der Flughafen München unterstützt mit einer Tochtergesellschaft die Entwicklung eines Betriebskonzepts für einen modularen Verkehrsknotenpunkt

14.10.2021

Die britische Firma Urban-Air Port (UAP) und die Munich Airport International GmbH arbeiten bei der Entwicklung von Verkehrsknotenpunkten für Lufttaxis zusammen. © Urban-Air Port

Die für internationale Geschäftsentwicklung der Flughafen München GmbH zuständige Munich Airport International GmbH (MAI) hat mit der britischen Firma Urban-Air Port, Ltd. (UAP) – einer Tochterfirma des Hyundai-Konzerns – einen Vertrag über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Bodeninfrastruktur für eVTOl-Fluggeräte geschlossen. In einem ersten Schritt wollen die beiden Vertragspartner einen Fahrplan für die Einführung von elektrisch beziehungsweise hybrid-elektrisch angetriebenen, senkrecht startenden Flugtaxis erarbeiten. 

UAP entwickelt derzeit sein „Air One“-Programm, der aus einem voll funktionsfähigen und integrierten Flugplatz für Drohnen und eVTOL besteht und der den Verkehr mit Flugtaxis mit bodengebundenen Verkehrsmitteln in einem einzigen multimodalen Knotenpunkt verbindet. 

Erste Anlage soll in Coventry entstehen

Das Unternehmen will Air One in einem Stadtzentrum ansiedeln und im Frühjahr 2022 in Coventry in Großbritannien der Branche vorstellen. Ziel sei es, ein ultrakompaktes, schnell einsatzfähiges, multifunktionales Zentrum für bemannte und unbemannte Fahrzeuge und Fluggeräte zu zeigen, das die Steuerung und Kontrolle von Fluggeräten, das Aufladen und Betanken, das Verladen von Fracht und Passagieren und andere damit verbundene Dienstleistungen ermöglicht, so die Projektpartner.

Im Rahmen der Zusammenarbeit werde die Munich Airport International ihr Fachwissen aus dem Luftfahrt- und Nichtluftfahrtbereich in die Planung, die Entwicklung und den Betrieb von Air One einbringen und so entscheidende Synergien für die erfolgreiche Einführung und den Betrieb von Urban-Air Ports schaffen.

Dr. Ralf Gaffal, der Geschäftsführer von MAI, sagte: „Die Luftfahrtindustrie entwickelt sich ständig weiter. War Urban Air Mobility vor wenigen Jahren noch eine vage Vision, so ist dieser Trend heute zum Greifen nah. Wir als Flughafen München International sehen in diesem neuen Verkehrsträger großes Potenzial und haben ein fortschrittliches Luftverkehrsprogramm entwickelt, um die Zukunft aktiv zu gestalten. Die Partnerschaft mit Urban-Air Port ermöglicht es uns, unsere Kräfte zu bündeln, um skalierbare und nachhaltige Urban-Air Ports auf der ganzen Welt zu entwickeln, zu implementieren und zu betreiben.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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