Das 1992 gegründete kanadische Luftfahrtunternehmen Nolinor Aviation bietet Passagier- und Frachtflüge an. Dabei setzt es eine Flotte von Boeing 737 ein, darunter auch noch die Boeing 737-200, da diese über die Zulassung für den Betrieb von unvorbereiteten Pisten verfügt.
Nun hat das Unternehmen angekündigt, mehrere Frachtflugzeuge des Typs Kona vom Start-up-Flugzeugbauer Natilus aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien zu kaufen. Dafür hat sich Nolinor Aviation eine ungenannte Zahl von Produktionspositionen gesichert. Das nach dem Blended-Wing-Body-Konzept (BWB) ausgelegte Flugzeug soll besonders sparsam fliegen, da auch der Rumpf Auftrieb liefert. Der Treibstoffverbrauch eines BWB-Flugzeugs soll bis zu 30 Prozent unter dem konventionell ausgelegter Flugzeuge liegen. Dass dieses Konzept funktioniert, hat Natilus in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Modellen im Windkanal nachgewiesen. Auch hat der Hersteller einen Demonstrator im Maßstab 1:4 im Flugversuch getestet.
Zwei Turboprop-Triebwerke treiben Kona an
Natilus hatte bei der Vorstellung seines Projekts angestrebt, Kona mit einem Elektro-Brennstoffzellenantrieb auszurüsten. Nun soll die erste Version stattdessen aber wohl mit zwei Turboprop-Triebwerken ausgerüstet werden. Kona wird für den Betrieb von unvorbereiteten Pisten ausgelegt und soll nach den Berechnungen der Konstrukteure mit einer Runwaylänge von 800 Metern auskommen. Die angestrebte Nutzlast beträgt 3,8 Tonnen, die Reichweite der fliegenden Flunder 900 nautischen Meilen, umgerechnet 1.667 Kilometer. Die Spannweite der Kona gibt Natilus mit 26 Metern an.
Marco Prud’Homme, der Präsident von Nolinor Aviation, sagte: „Diese Partnerschaft ist ein entscheidender Schritt in unserem Engagement für Innovation und operative Exzellenz. Bei unserem Besuch in der Natilus-Zentrale in San Diego im vergangenen Herbst waren wir beeindruckt von ihrem bahnbrechenden Ansatz bei der Flugzeugkonstruktion und ihrem Engagement, die einzigartigen Herausforderungen der Frachtbranche zu bewältigen. Die Fähigkeit der Kona, von unvorbereiteten Pisten aus zu operieren, passt perfekt zu unserem Betrieb, und wir freuen uns darauf, ihr Potenzial zu nutzen, um unsere Kunden in ganz Kanada und darüber hinaus besser bedienen zu können.“
Volker K. Thomalla
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