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AH-64E-Simulator geht bei der RNLAF in Betrieb

Die Umrüstung der Hubschrauberflotte der Royal Netherlands Air Force (RNLAF) auf die neue Kampfhubschrauber-Version AH-64E Apache ist in vollem Gang. Nun wurde auch der erste Simulator für das Muster in Betrieb genommen.

9.02.2024

Der AH-64E-Apache-Simulator ist seit Januar 2024 bei der Royal Netherlands Air Force einsatzbereit. © Mediacentrum Defensie

Die Besatzungen der AH-64E Apache der Royal Netherlands Air Force (RNLAF) können seit kurzem auf einem Apache-Echo-Simulator trainieren. Das erste Gerät wurde am 25. Januar auf dem Stützpunkt Gilze-Rijen in Betrieb genommen. Ein zweites Exemplar wird noch in diesem Jahr folgen. Das Retraining auch der erfahrenen AH-64-Crews ist notwendig wegen der Modernisierung aller Apache Delta der RNLAF auf die Echo-Version. Alle 28 Apache-Kampfhubschrauber der RNLAF werden vom Hersteller Boeing in Mesa im US-Bundesstaat Arizona auf den neuesten Stand umgerüstet.

Hubschrauberbesatzungen, darunter auch Apache-Piloten, trainieren täglich im In- und Ausland. Sie müssen auch eine bestimmte Anzahl von Flugstunden absolvieren, um für die Teilnahme an einer Mission ausgebildet zu werden. Das Üben im Simulator bietet viele Vorteile. Das Ausbildungsgerät ist leise und verbraucht wenig Energie – und die Simulatoren sind unabhängig von den Wetterbedingungen. Ein Simulator ist auch wartungsärmer als ein echter Hubschrauber. Darüber hinaus kann ein Simulator nonstop fliegen.

Darüberhinaus können komplexe Missionen unter realitätsnahen Bedingungen simuliert werden, was in den Niederlanden im normalen Luftraum nicht möglich ist, wie beispielsweise der Einsatz von Waffen oder die Durchführung von Operationen mit anderen Luftfahrzeugen, einschließlich unbemannter Fluggeräte.

Echtes Fliegen im Hubschrauber bleibt notwendig

Trotzdem bleibt es notwendig, dass Hubschrauberbesatzungen auch im echten Helikopter fliegen. Zum Beispiel unterscheidet sich das Vibrationsniveau und die Geräuschkulisse sowie die visuellen Informationen in einem Simulator zum Teil deutlich von der realen Welt. Hinzu kommt, dass Tiefflug und Fliegen im Dunkeln noch nicht originalgetreu simuliert werden können. Nicht zu vergessen ist die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Armee, Marine, Feuerwehr und Polizei. Dies kann (noch) nicht in einem Simulator geübt werden.

Bob Fischer

 

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