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Australien kauft vier G550 für die elektronische Kampfführung

Australien stellt sich in Bezug auf die Fähigkeiten der elektronischen Kampfführung (EloKa) gut auf: Die australische Regierung hat nun vier modifizierte Gulfstream G550-Ultralangstreckenjets bestellt, die bei der Royal Australian Air Force die Bezeichnung MC-55A Peregrine erhalten. 

26.03.2019

Die Royal Australian Air Force erhält stark modifizierte Gulfstream G550 für Aufklärungsaufgaben. © Gulfstream

Die australische Regierung hat den Kauf von vier stark modifizierten Gulfstream G550 als EloKa-Flugzeuge (elektronische Kampfführung) freigegeben. Dies hatte der Verteidigungsminister Christopher Peyne in der vergangenen Woche in der australischen Hauptstadt Canberra bekanntgegeben. Bei der Royal Australian Air Force (RAAF) erhalten die Flugzeuge die Bezeichnung MC-55A Peregrine.

„Die Peregrine bietet uns eine neue Kapazität in der elektronischen Kriegsführung, die wir in die gemeinsamen Gefechtsnetzwerke integrieren werden, und die eine wichtige Verbindung zwischen den verschiedenen Plattformen wie der F-35A, der E-7A Wedgetail, der EA-18G Growler, sowie den Schiffen der Navy und den Bodentruppen der Army“, sagte Peyne. Australien hatte den Bedarf an solchen Flugzeugen 2016 im Rahmen ihres Beschaffungsprogramms AIR 555 identifiziert.

US-Genehmigung liegt seit 2017 vor

Die US-Regierung hatte bereits 2017 den Verkauf von bis zu fünf Flugzeugen dieses Musters nebst Ausrüstung an Australien genehmigt. Der Royal Australian Air Force (RAAF) stehen für den Kauf und den Umbau der Flugzeuge Haushaltsmittel in Höhe von 2,46 Milliarden Australische Dollar (1,55 Milliarden Euro) zur Verfügung. Australische Zulieferer sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit rund 425 Millionen Dollar (269 Millionen Euro) in diesem Programm involviert.

Gulfstream Aerospace aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia baut die Flugzeuge und fliegt sie anschließend nach Greenville in Texas, wo das Missionsequipment von der Firma L3 installiert wird. Einen Zeitplan für die Umrüstung oder die Auslieferung der Flugzeuge nannte das Ministerium bei der Ankündigung des Kaufs nicht. Die RAAF beabsichtigt, die Flugzeuge auf der RAAF Basis Edinburgh im Süden Australien zu stationieren, wo ebenfalls die P-8A Poseidon sowie die Riesendrohnen MQ-4A Triton stationiert werden sollen, die ab 2023 erwartet werden.

Bob Fischer

 

 

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