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Die Niederlande beginnen mit der Suche nach einem PC-7-Nachfolger

Die Royal Netherlands Air Force (RNLAF) muss in der zweiten Hälfte dieser Dekade neue Trainingsflugzeuge als Ersatz für die heute genutzten Pilatus PC-7 Turbo Trainer beschaffen, da diese dann das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Deshalb beginnt das Verteidigungsministerium nun damit, die Anforderungen zu definieren.

17.12.2020

Die Royal Netherlands Air Force wird ihre Pilatus PC-7 noch bis 2027 für die Pilotenausbildung nutzen. © Mediacentrum Defensie

Die Pilatus PC-7-Turboprop-Trainingsflugzeuge der Royal Netherlands Air Force (RNLAF) müssen in absehbarer Zukunft ersetzt werden. Das Verteidigungsministerium wird sich nach heutiger Planung in sieben Jahren vom PC-7 Turbo Trainer verabschieden. Die 13 Trainingsflugzeuge werden dann das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben.

Es wird derzeit geprüft, wie die Flugzeuge ausgetauscht werden, schrieb Staatssekretärin Barbara Visser an die Regierung. Die Ausbildungsstaffel der RNLAF, die sogenannte Elementaire Militaire Vlieger Opleiding (EMVO), verwendet die PC-7 seit 1988. Die Flugzeuge wurden ab 2013 von Pilatus in Stans in der Schweiz umfangreich überholt und bekamen neue Cockpitinstrumente, so dass sie weiterhin in der Ausbildung einsetzbar waren.

Viele Optionen für eine Nachfolge-Lösung

Das Verteidigungsministerium erwartet, dass die Turboprop-Trainer ihre maximale Anzahl von Flugstunden oder die maximale Anzahl von Landungen im Laufe des Jahres 2027 erreichen. Es wird nun untersucht, wie die PC-7 dann ersetzt werden. Der Ersatz muss nicht 1:1 geschehen, es werden auch innovative Alternativen wie der Einsatz von umfangreiche Simulationswerkzeugen beim Training betrachtet. Internationale Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit spielen ebenfalls eine Rolle bei der Akquisition. Die PC-7-Nachfolger können möglicherweise auch geleast werden.

Das neue Trainingsflugzeug soll einfache, militärische Flugeigenschaften besitzen. Es muss leicht zu fliegen sein und Platz für einen Schüler und einen Ausbilder bieten. Es soll ebenfalls gutmütige Flugeigenschaften besitzen, damit die Flugschüler Fehler machen können, ohne dass dies direkt zu gefährlichen Situationen führt.

Niederländische Militärpiloten genießen international hohes Ansehen, auch aufgrund der hohen Anforderungen des Verteidigungsministeriums an die Cockpitcrews. Es wird erwartet, dass das gesamte Projekt zwischen 100 und 250 Millionen Euro kosten wird. 2022 wird wahrscheinlich klar sein, wie der Nachfolger des PC-7 aussehen wird.

Bob Fischer

 

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