Homepage » Militär - news » Die RNLAF hatte zeitweise einen Teil ihrer F-35-Flotte gegroundet

Die RNLAF hatte zeitweise einen Teil ihrer F-35-Flotte gegroundet

Update: Das Verteidigungsministerium der Niederlande hatte die in Leeuwarden stationierten F-35A Lightning II mit einem vorübergehenden Flugverbot belegt, bis geklärt war, warum die Triebwerke einiger Flugzeuge frühzeitig Abnutzungserscheinungen zeigten.

23.04.2021

Die niederländischen Luftstreitkräfte haben Ende April 2021 einen Teil ihrer F-35 vorübergehend gegroundet. © Mediacentrum Defensie

Nachdem bei drei F-35A Lightning II der Royal Netherlands Air Force (RNLAF) unerwartet früh Abnutzungserscheinungen an den Triebwerken des Typs Pratt & Whitney F135-100 aufgetreten sind, hatte die RNLAF ihre in den Niederlanden stationierten F-35A bis auf weiteres gegroundet. Das vorübergehende Flugverbot wurde als Vorsichtsmaßnahme ausgesprochen, teilte das Verteidigungsministerium der Niederlande mit. Heute wurde nach Rücksprache mit dem Triebwerkshersteller das Flugverbot wieder aufgehoben.

Derzeit verfügt die RNLAF über 17 Joint Strike Fighter, von denen neun auf der Leeuwarden Air Base stationiert sind und die anderen acht für Ausbildungs- und Trainingszwecke von der Luke Air Force Base aus in Arizona fliegen. Die in den USA beheimateten Flugzeuge waren von dem Startverbot nicht betroffen.

Saugt die F-35 Steinchen von der Runway ein?

Das Verteidigungsministerium hatte vermutet, dass sich Steinchen des Anti-Rutsch-Belags der Runway in Leeuwarden gelöst haben und die Abnutzung der Triebwerke ausgelöst haben könnten. Die F-35A sind größer und schwerer als die F-16, die bislang von Leeuwarden aus fliegen. Dadurch könne es zu einem stärkeren Aufwirbeln der Bestandteile der Deckschicht der Piste kommen. Die Start- und Landebahn in Leeuwarden wird regelmäßig inspiziert und gilt als gut gewartet. Keine andere F-35-Nutzer-Nation hat bislang ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die Beschädigungen an den Triebwerken wurden während Routine-Inspektionen entdeckt. Um mögliche weitere Abnutzungsspuren an den in Leeuwarden beheimateten Jets zu verhindern, mussten die F-35A der RNLAF am Boden bleiben.

Bob Fischer

Update: Dieser Beitrag wurde aktualisiert, da das Flugverbot für die F-35A der RNLAF heute wieder aufgehoben wurde.

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Die RNLAF hat 1.000 Flugstunden auf der F-35 geloggt

Interview: Ian „Gladys“ Knight, einer der ersten F-35-Piloten der RNLAF

Die erste F-35A Lightning II der RNLAF ist in Leeuwarden gelandet

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.