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Französische Armée de l’Air will ihre PC-21-Flotte vergrößern

Die französischen Luftstreitkräfte scheinen mit ihrem neuesten Trainingsflugzeug, der in der Schweiz gefertigten Pilatus PC-21 sehr zufrieden zu sein. Die Armée de l’Air macht dem Hersteller Hoffnung auf einen Folgeauftrag. 

9.03.2020

Die Armée de l'Air betreibt nun 17 Pilatus PC-21 auf der BA 709 in Cognac. © Armée de l'Air

Im August 2018 hat die französische Armée de l’Air ihre ersten Turboprop-Trainingsflugzeuge Pilatus PC-21 in Empfang genommen. Doch der Wechsel auf die PC-21 war mehr als nur der Austausch eines Flugzeugs, sondern vielmehr die Einführung eines neuen Trainingssystems. Die Luftstreitkräfte konnten mit der Einführung der PC-21 zwei Phasen der Ausbildung ihrer Militärpiloten zusammenlegen: Die Phase 2b, die bisher auf TB-30 Epsilon absolviert wurde, und die Phase 3 auf Alpha Jet, werden nun beide auf dem Schweizer Trainer PC-21 geschult. Die Armée de l’Air verspricht sich dadurch Kosteneinsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro und eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ihrer künftigen Fighter-Jockeys um sechs Monate.

Von der PC-21 direkt auf die Rafale

Nun soll die Pilotenausbildung weiterentwickelt werden. Die bisherige Phase 4, bei der die Grundlagen des taktischen Fliegens vermittelt werden, sollen nun ebenfalls vom Alpha Jet auf die PC-21 verlagert werden. Allerdings reichen dafür die bisher beschafften 17 PC-21 sowie die vorhandene Simulatorkapazität nicht aus. Aus dieser Phase 4 heraus steigen die Fortgeschrittenen-Schüler direkt auf die Dassault Aviation Rafale oder die Mirage 2000 um.

Der französische General Philippe Lavigne schätzt den Bedarf auf acht bis zehn zusätzliche PC-21 sowie einen weiteren Simulator. Ein Vertrag zum Kauf der Flugzeuge ist noch nicht unterzeichnet, wird aber wohl derzeit verhandelt.

Pilatus Aircraft hat bislang 231 PC-21 an zehn Kunden verkauft. Diese Kunden sind: Schweiz (Luftwaffe), Australien (Royal Australian Air Force), Frankreich (Armée de l’Air), Jordanien (Luftstreitkräfte), Katar Qatar Emiri Air Force), Saudi-Arabien (Royal Saudi Air Force), Singapur (Republic of Singapore Air Force), Spanien (Ejercito del Aire), Vereinigte Arabische Emirate (Luftstreitkräfte) und Großbritannien (Testpilotenschule).

Bob Fischer

 

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