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Hensoldt modernisiert die IFF-Systeme der Tornados der Luftwaffe

Für Freund-Feind-Erkennungssysteme (IFF) hat die NATO mit dem Mode 5 einen neuen, sichereren Standard definiert. Die Luftwaffe setzt bei der Modernisierung ihrer IFF-Systeme auf eine Lösung von Hensoldt. Die Erprobungsflüge mit dem neuen Transponder im Panavia Tornado haben gezeigt, dass er alle Leistungsanforderungen auch erfüllt.

10.06.2020

Hensoldt wird die Freund-Feind-Erkennungssysteme der 90 Tornados der Luftwaffe modernisieren. © Adobe Stock/Huettenhoelscher

Der auf Verteidigungselektronik und Sensortechnologie spezialisierte Hersteller Hensoldt GmbH wird die 90 Panavia Tornado der Luftwaffe mit neuen Freund-Feind-Erkennungsystemen (IFF: Identification-friend-or-foe) ausrüsten. Dafür hat die Panavia Aircraft GmbH Hensoldt bereits einen Auftrag über die Lieferung von zunächst 42 Transpondern des Typs LTR400 erteilt. Hensoldt rechnet damit, nicht nur die restlichen Tornados der Bundeswehr mit neuen Transpondern auszustatten, sondern den größten Teil der deutschen Militärflugzeuge.

IFF Mode 5 ist der neue Standard

Die NATO hat alle Bündnisstaaten aufgefordert, die IFF-Systeme ihrer Flugzeuge auf den IFF Mode-5-Standard aufzurüsten. Geräte, die diesem Standard entsprechen, können ihre Signale mit fortschrittlichen kryptografischen Methoden verschlüsseln und so ihre Systeme gegen elektronische Störungen durch Gegner schützen. Beim IFF Mode-5-Standard überträgt ein Pendant eines zivilen Mode-S-Transponders über ein verschlüsseltes ADS-B-Signal die GPS-Position des Flugzeugs. Es war vorgesehen, NATO-weit alle militärischen Luftfahrzeuge bis zum 30. Juni dieses Jahres umzurüsten. Aber selbst die USA schaffen es nicht, ihre gesamte Militärflugzeugflotte pünktlich umzurüsten.

Obwohl der Panavia Tornado in absehbarer Zeit bei der Luftwaffe abgelöst werden soll, ist die Umrüstung notwendig, um multinationale Einsätze sicher durchführen zu können und Zwischenfälle durch „friendly fire“ auszuschließen.

Hensoldt hatte schon im Oktober 2019 die Qualifikationen für die Einrüstung des LTR 400-Transponders auf den deutschen Tornados auf Geräteebene erfolgreich abgeschlossen. Airbus Defence and Space hat zusammen mit der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 61) in Manching noch vor Ende des vergangenen Jahres Erprobungsflüge durchgeführt und dabei die notwendigen Leistungen des IFF-Systems nachgewiesen.

Der LTR 400 ist auf allen Luftfahrzeugen der Luftwaffe und des Heeres qualifiziert und wird in allen militärischen Hubschraubern von Airbus installiert.

Volker K. Thomalla

 

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