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Hermeus hat das Hypersonic-Flugzeug Quarterhorse vorgestellt

Das Flugzeug Quarterhorse des US-Herstellers Hermeus soll eines Tages Hyperschallgeschwindigkeit erreichen. Bei der Vorstellung ließ das Unternehmen zwar das Triebwerk mit Nachbrenner laufen, aber der so genannte Prototyp zeigt, dass Hermeus noch einen weiten Weg vor sich hat.

11.11.2021

Der Hersteller ließ das Triebwerk des Hermeus-Prototyps beim Roll-out mit Nachbrenner laufen. © Hermeus

Das vor drei Jahren in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gegründete Start-up Hermeus hat den Prototyp seines einstrahligen Hyperschall-Flugzeugs Quarterhorse am 4. November dieses Jahres einer ausgesuchten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Unternehmen entwickelt ein Flugzeug, das bemannt und unbemannt mit Geschwindigkeiten von bis zu Mach 5.0 fliegen soll und künftig Passagiere in 90 Minuten von der Ostküste der USA nach Europa transportieren soll.

Vorstellung des Hermeus Quarterhorse

Bei der Vorstellung des so genannten Prototyps zeigten die Unternehmens-Verantwortlichen eine gute Show und ließen das Jet-Triebwerk laufen, inklusive einer kurzen Phase mit Nachbrenner. Der Investor Vinod Khosla sagte bei dem Event, vor weniger als drei Jahren hat es sich angefühlt, als ob ein solches Vorhaben fast unmöglich sei. Seitdem habe es die Stadien „fast unmöglich“, „möglich“ und nun „wahrscheinlich“ durchlaufen. „Hoffentlich wird es schon sehr bald real fliegen“, sagte er.

Nachbrenner beim Roll-out

Betrachtet mann allerdings den so genannten Prototyp, wirkt er so, als ob es sich bei ihm nur um ein schnell gebautes Mock-up mit integriertem Triebwerk handelt. In der Außenverkleidung sind deutliche Beulen zu erkennen, die Stoßnähte zwischen den einzelnen Panels stehen hervor, was bei einem Hyperschall-Flugzeug nicht sein darf. Steuerelemente wie Quer- oder Seitenruder sind ebenfalls nicht erkennbar. Das vorgestellte Gerät war näher an einem Mock-up als an einem Prototyp. Dies unterstreicht, wie weit der Weg noch ist, den das Unternehmen gehen muss, wenn es sein Quarterhorse überhaupt in die Luft bringen will.

Skyler Shuford, der Chief Operating Officer (COO) von Hermeus, lehnte sich angesichts des unfertigen Zustands seines Prototyps aber weit aus dem Fenster, als er sagte: „Wenn ein Luft- und Raumfahrtunternehmen ein neues Flugzeug vorstellt, ist es in der Regel nichts anderes als Styropor und Glasfaser. Aber bei Hermeus streben wir nach integrierten Produkten. Und wir machen sehr, sehr gerne Feuer. Obwohl dieser Quarterhorse-Prototyp nicht zum Fliegen gedacht war, ist er viel mehr als nur ein Ausstellungsstück. Der Bau dieses Flugzeugs war eine Übung in multidisziplinärem Design, Fertigung und der Integration von kompletten Systemen. Wir haben das Flugzeug innerhalb von vier Monaten entworfen, hergestellt und integriert, und zwar ausgehend von einer reinen Außenform.

Volker K. Thomalla

 

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