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Lockheed Martin hat der Ukraine die F-16 angeboten

Die Ukraine will ihre Kampfflugzeuge aus russischer Fertigung loswerden und sucht nach Möglichkeiten, westliche Muster als Ersatz zu kaufen. Lockheed Martin bietet dem Land an, neue oder gebrauchte F-16 Block 70/72 zu kaufen.

24.06.2021

Lockheed Martin bemüht sich um einen Verkauf der F-16 Block 70/72 an die Ukraine. © Lockheed Martin

Die Ukraine und Russland haben zwar eine gemeinsame Grenze, aber seit der Annektion der Krim im Jahr 2014 herrschen massive Spannungen zwischen den beiden benachbarten Staaten. Die Ukraine will nun ihre alternden Kampfflugzeuge aus sowjetischer Produktion durch westliche Muster ersetzen. Als Ersatz für die Suchoi Su-27 und die MiG-29 der ukrainischen Luftstreitkräfte bietet der Technologie-Konzern Lockheed Martin dem Land die modernste Version der F-16, die F-16 Block 70/72 an.

Neue und gebrauchte F-16 im Angebot

Der Hersteller kann die Ukraine entweder mit fabrikneuen Exemplaren versorgen oder gebrauchte F-16 auf den aktuellen Standard umrüsten. Die neueste F-16-Variante unterscheidet sich von den Vorgängerversionen unter anderem durch ein APG-83-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung von Northrop Grumman. Außerdem sind in der Block 70-Version neue Cockpitdisplays, ein neuer Missionscomputer, ein Bodenannäherungs-Warnsystem sowie ein neues Link 16-Datenverbindungssystem installiert. Die neuen Fighter sind in der Regel mit Conformal Fuel Tanks auf der Rumpfoberseite versehen. Lockheed Martin garantiert bei den F-16 Block 70 eine strukturelle Lebensdauer von 12.000 Flugstunden.

Als Kunden für die F-16 Block 70/72 hat der Hersteller bislang Bahrain, Bulgarien, die Slowakei und Marokko gewinnen können. Die F-16 Block 70/72 wird von Lockheed Martin seit November 2019 im Werk in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina gebaut. Der Hersteller hatte die Fertigung des Musters aus Fort Worth, Texas, nach Greenville verlagert, da er den Platz in Fort Worth für die Serienfertigung der F-35 Lightning II benötigte.

Bislang sind nahezu 4.600 Exemplare des einstrahligen Fighters gebaut worden, von denen noch rund 3.000 Exemplare einsatzbereit sind.

Bob Fischer

 

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