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A400M der Luftwaffe setzt Fallschirmjäger im Reihensprung ab

Bei der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 61 der Bundeswehr haben die Versuche zur Zulassung des Airbus A400M zum Absetzen von Fallschirmjägern im Reihensprung mit Fallschirmen mit automatischer Auslösung begonnen.

4.03.2021

Anfang März 2021 sind erstmalig Fallschirmjäger des Heeres mit automatischer Auslösung aus einem Airbus A400M der Luftwaffe abgesetzt worden. © BAAINBw

Erstmalig hat jetzt ein Airbus A400M der Luftwaffe Fallschirmjäger des Heeres abgesetzt, die an Fallschirmen mit automatischer Auslösung zur Erde schwebten, teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit. Die Absetzflüge fanden gestern bei der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 61 in Manching statt. Erster Springer bei den Absetzversuchen war Brigadegeneral Jens Arlt, der Kommandeur der Luftlandebrigade 1 aus Saarlouis. Nach dem Absetzen von einzelnen Fallschirmjägern fanden auch die ersten Reihensprünge mit acht Soldaten statt.

Das Dienstzeitende der C-160 naht

Da die C-160 Transall noch in diesem Jahr bei der Luftwaffe ausgemustert werden soll, ist das Absetzen von Fallschirmjägern eine wichtige und dringend benötigte Fähigkeit für die A400M der Luftwaffe. Bereits 2011 hatte Airbus erste Tests zum Absetzen von Fallschirmspringern sowohl über die Heckrampe als auch über die Seitentüren durchgeführt. Dabei hatte sich aber gezeigt, dass das simultane Absetzen aus beiden seitlichen Türen Probleme bereiten kann, da die Springer hinter dem Flugzeug aufeinander zugetrieben werden. Automatikschirme verfügen nur über begrenzte Steuerungsmöglichkeiten, so dass die Airbus-Ingenieure eine mechanische und aerodynamisch vertretbare Lösung finden mussten. Im Juni 2020 hat die französische Zulassungsbehörde DGA dann dem Muster die Zulassung zum parallelen Absetzen von Fallschirmjägern im Reihensprung aus beiden Türen erteilt.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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