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Boeing will die T-X in St. Louis fertigen

Boeing hat angekündigt, das T-X-Programm nach St. Louis verlagern zu wollen, wenn das Unternehmen den Auftrag für das nächste USAF-Trainingsflugzeug erhält. Der Auftragswert beläuft sich auf bis zu 16 Milliarden Dollar.

15.05.2017

Die beiden Boeing-T-X-Prototypen überfliegen den berühmten Gateway Arch, das Wahrzeichen von St. Louis. © John Parker/Boeing

Die United States Air Force sucht einen Nachfolger für den Fortgeschrittenen-Trainer T-38. Die Auswahl unter den angebotenen Mustern soll noch in diesem Jahr fallen. Es geht um einen Auftrag, der mindestens 350 Flugzeuge umfasst. Boeing hat zusammen mit Saab ein eigenes Muster entwickelt, die Boeing T-X. Nun gab das Unternehmen bekannt, dass es sich für St. Louis im US-Bundesstaat Missouri als Standort für die Produktion des Flugzeugmusters entschieden hat. Voraussetzung ist natürlich, dass Boeing auch den T-X-Wettbewerb überhaupt gewinnt.

Boeing weist darauf hin, dass das Programm etwa 1.800 direkte und indirekte Arbeitsplätze in der Region schaffen kann. Eric Greitens, der Gouverneur von Missouri unterstützt dementsprechend den Hersteller, damit dieser den Wettbewerb auch gewinnt. Er kommentierte die Entscheidung Boeings mit den Worten: „Der T-X-Trainer wird für die Sicherheit der Amerikaner sorgen und Arbeitsplätze für die Einwohner Missouris schaffen. Firmen wie Boeing, die sich hier engagieren und wachsen wollen, zeigen der Welt, dass unser Staat offen ist für Geschäfte und bereit ist, neue Jobs zu schaffen.“

T-X würde an lange Tradition anknüpfen

St. Louis hat eine lange Tradition im Militärflugzeugbau. Der Hersteller McDonnell Aircraft Corporation hatte dort bereits die F2H Banshee, und nach der Fusion mit Douglas Aircraft dort auch die legendäre McDonnell Douglas F-4 Phantom II gebaut. McDonnell Douglas fusionierte 1997 mit Boeing. Der Hersteller baut in St. Louis die F/A-18E Super Hornet, die EA-18G Growler sowie die F-15 Eagle. Die Stadt am Mississippi hat seit den fünfziger Jahren mit anhaltendem Bevölkerungsschwund zu kämpfen. Eine Ansiedlung der T-X-Fertigung wäre ein wichtiges industriepolitisches Zeichen und würde hochwertige Arbeitsplätze schaffen beziehungsweise in der Region halten.

Boeing hat nun zwei Prototypen seines Kandidatenmusters in der Luft. Die Einsatzbereitschaft des T-X-Trainers ist für 2024 angestrebt.

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