Homepage » Militär » Die USAF will ihre U-2 Dragon Lady 2026 außer Dienst stellen

Die Dienstzeit der Aufklärungsflugzeuge Lockheed Martin U-2 Dragon Lady der US Air Force neigt sich ihrem Ende zu. Nachdem bereits für 2025 keine Gelder mehr für die Modernisierung der Flugzeuge genehmigt wurden, hat die US Air Force nun ein konkretes Ausmusterungsdatum genannt.

4.05.2023

Die US Air Force hat ihre U-2 Dragon Lady erst 2020 modernisieren lassen. Nun sollen die Flugzeuge2026 ausgemustert werden. © Lockheed Martin

Die US Air Force (USAF) hat im Rahmen der mittelfristigen Haushaltsplanung nun veröffentlicht, dass sie plant, ihre verbliebenen Aufklärungsflugzeuge des Typs Lockheed U-2 im Laufe des Haushaltsjahres 2026 auszumustern. Seit fast zwei Jahrzehnten wird schon über die geplante Außerdienststellung des Musters diskutiert, das Anfang der fünfziger Jahre entwickelt wurde und 1957 seinen Dienst aufnahm. Das hoch fliegende Aufklärungsflugzeug, von dem 104 Exemplare gebaut wurden, und vom dem die USAF noch 31 Exemplare betreibt, wurde letztmalig 2020 modernisiert.

Die vom berühmten Konstrukteur Kelly Johnson entwickelte U-2 hatte schon 1962 Geschichte geschrieben, als sie die Fotos von russischen Raketenstellungen auf Kuba aufnahm, die zur Kuba-Krise führten.

Dienstschluss auch für die RQ-4 Global Hawk

Ab September 2025 sollen die U-2 am Boden bleiben. Ironischerweise sollen auch die RQ-4 Global Hawk-Aufklärungsdrohnen, die eigentlich als Ersatz für die U-2 genutzt werden sollten, im Haushaltsjahr 2027 ausgemustert werden. Das eingesparte Geld solle anderen Zwecken mit höherer Priorität zukommen. Der US-Kongress hat nach Beratungen mit der USAF beschlossen, dass nach 2027 die strategische Aufklärung der US-Streitkräfte in erster Linie aus dem All heraus sichergestellt werden soll.

Derzeit fliegen noch 27 U-2 Dragon Lady bei der 9th Reconnaissance Wing auf der Beale Air Force Base in Kalifornien. Für ihre Aufklärungseinsätze verlegen sie regelmäßig auf Stützpunkte in anderen Ländern. Vier weitere Doppelsitzer sind dort als Trainingsflugzeuge im Einsatz.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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