Homepage » Militär » Globale F-35-Flotte erreicht 400.000 Flugstunden

Trotz aller Kritik an noch nicht abgestellten Unzulänglichkeiten und hohen Betriebskosten sammelt die F-35 Lightning II Flugstunde um Flugstunde. Die Gesamtzahl der F-35-Flugstunden ist nun bei 400.000 angekommen. Für Lockheed Martin ist dies ein weiterer Grund, in dieser Woche das F-35-Programm zu feiern.

4.07.2021

Zwei F-35A der Israeli Air Force (Vordergrund) und zwei F-35A der Aeronautica Militare bei einem gemeinsamen Trainingsflug im Juni 2021. © Israeli Air Force

Lockheed Martin hat bislang über 655 Stealth Fighter der F-35-Lightning-II-Familie an Kunden ausgeliefert. Den Fighter gibt es in drei Versionen: Die Version F-35A ist die am häufigsten bestellte Variante. Sie verfügt über konventionelle Start- und Landeeigenschaften. Die Version F-35B verfügt über STOVL-Eigenschaften (Short Take-Off Vertical Landing), während die F-35C eine Lightning-II-Version darstellt, die für den Einsatz auf Flugzeugträgern optimiert wurde.

F-35 Lightning II

Jetzt hat die weltweite F-35-Flotte ein besonderes Flugstunden-Jubiläum erreicht und überschritten: Alle F-35 Lightning II haben zusammen über 400.000 Flugstunden gesammelt. Den Meilenstein von 100.000 Flugstunden hatte das Muster im Juli 2017 erreicht.

Auch die Schweiz wird die F-35 kaufen

Für der Hersteller Lockheed Martin gab es in dieser Woche ein weiteres wichtiges Ereignis: Am Mittwoch hatte sich der Schweizer Bundesrat für die Beschaffung der F-35A Lightning II als Ersatz für die Boeing F/A-18 Hornet bei der Schweizer Luftwaffe ausgesprochen. Das Land beabsichtigt, 36 Exemplare zu kaufen. Damit reiht sich die Schweiz in die wachsende Liste der F-35-Kundennationen ein, auf der bereits die USA, Großbritannien, Niederlande, Italien, Japan, Dänemark, Norwegen, Südkorea, Australien, Israel, Polen und Belgien stehen. Die Türkei war ebenfalls Kunde für das Muster – und hatte 100 Exemplare geordert –, wurde aber im Juli 2019 nach dem Kauf des russischen Flugabwehr-Raketensystems S-400 von den USA mit einem Exportverbot für die F-35 belegt. In Kanada und in Finnland steht die F-35 im Wettbewerb um die Nachfolge der heute genutzten Fighter.

Nach Angaben des Herstellers haben bislang 1.380 Piloten ihre Musterberechtigung für die F-35 erworben, und 10.670 Techniker sind ausgebildet, um an dem Fighter zu arbeiten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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