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Leonardo stellt die M-346 als leichten Fighter vor

Der italienische Hersteller Leonardo hat auf der Luftfahrtmesse in Paris eine bewaffnete Version seines Jettrainers M-346 vorgestellt. Die M-346FA (Fighter Attack) ist mit einem Grifo-Radar ausgerüstet und kann bis zu zwei Tonnen externe Lasten tragen.

29.06.2017

Leonardo hat auf der Paris Air Show die M-346FA zum ersten Mal in der Öffentlichkeit gezeigt. © Volker K. Thomalla

Klein, aber oho. So kann man die auf der Paris Air Show vorgestellte Version des M346-Trainers charakterisieren. Die als M-346FA (Fighter/Attack) bezeichnete Variante ist die dritte des Flugzeugmusters. Neben dem Fortgeschrittenen-Trainer M-346 gibt es noch die Multi-Role M-346FT (Fighter/Trainer). Leonardo verfolgt mit dem Muster das Konzept, eine ganze Familie an verschiedenen Flugzeugen ausgehend von einem Basismuster anzubieten.

In Paris war die M-346FA im Static Display des italienischen Herstellers mit einer ganzen Reihe von potenziellen Außenlasten zu sehen. Im Gegensatz zu den anderen Varianten der M-346 hat die FA-Version sieben Außenlaststationen. Dadurch kann sie eine Vielzahl von unterschiedlichen Lasten tragen, die es ermöglichen, das Flugzeug in der Luft-zu-Boden-, in der Luft-zu-Luft- und in der taktischen Aufklärungsrolle einzusetzen. Zu den Außenlasten gehören Bomben vom Typ Mk 82, GBU-12 Paveway II, JDAM, Lizard, Luft-Boden-Flugkörper wie die MBDA Brimstone oder Antischiffsraketen wie die MBDA Marte.

Der zweistrahlige Jet wird von zwei Honeywell F124 GA-200-Turbofans angetrieben und kann, abhängig von der Mission, eine maximale Startmasse von bis zu 9.700 Kilogramm erreichen.

Integration des Grifo-Radars

Die M-346FA soll das Grifo-346-Multi-Modus-Radar erhalten, welches von Leonardo selbst entwickelt worden ist. Es ist in der Lage, bis zu zehn Ziel gleichzeitig zu verfolgen und wird über eine Reichweite von mehr als 50 nautischen Meilen (92 Kilometer) verfügen, verlautbarte der Hersteller. Zur Aufklärung und Zielbeleuchtung kann eine Vielzahl von Pods an der M-346FA integriert werden, wobei der Rafael RecceLite Aufklärungsbehälter bereits im Basismuster integriert ist.

Ein Selbstverteidigungssytem (Defensive Aids Sub-System/DASS) mit Chaffs und Flares sowie einem Raketen-Annäherungssensor bietet einen gewissen Schutz in  komplexen Luftkampflagen. Um die Radarsignatur des Flugzeugs zu verringern, bietet Leonardo ein Radar Cross Section Reduction Kit an, bei dem beispielsweise die Plexiglashaube mit einer speziellen Beschichtung versehen wird.

Volker K. Thomalla 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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