Sowohl das tunesische Verteidigungsministerium als auch die US-Botschaft in Tunesien gaben die Übergabe der vier einmotorigen Turboprop-Flugzeuge am 9. September bekannt. Bei der Veranstaltung auf dem Stützpunkt Al Aouina/Tunis-Carthage International Airport der tunesischen Luftstreitkräfte (Al Quwwat al-Jawwiya At Tunisia) in Tunis nahmen der tunesische Verteidigungsminister Khaled Sehili, der US-Botschafter Joey Hood und andere hochrangige militärische und politische Würdenträger teil.
„Diese Flugzeuge werden die operativen Fähigkeiten der Luftstreitkräfte in den Bereichen Information, Überwachung und Aufklärung dank ihrer Eigenschaften, ihrer Genauigkeit bei der Durchführung von Aufgaben und ihrer Schnelligkeit bei der Übermittlung von Daten unterstützen, was zur Bekämpfung des Terrorismus und der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität beitragen und der Sicherheit und dem Frieden auf nationaler und regionaler Ebene dienen wird“, sagte Verteidigungsminister Sehili.
Die US-Botschaft in Tunesien schrieb: „Die Lieferung dieser vier Flugzeuge im Gesamtwert von 54 Millionen US-Dollar einschließlich langfristiger Ausbildung und Wartung, stellt eine bedeutende Verbesserung der Nachrichtendienst-, Überwachungs- und Aufklärungsfähigkeiten der tunesischen Luftstreitkräfte dar.“
Die Umrüstung erfolgte in Pennsylvania
Bislang setzen die tunesischen Streitkräfte für Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben zwölf einmotorige Spornradflugzeuge Maule M-7-180 Rocket ein, die aber nicht für diese Missionen gebaut wurden. Sie sind aber mit dem elektro-optischen und infraroten (EO/IR) Bildsensorsystem TASE400 von Cloud Cap Technology zur Überwachung der Aktivitäten von Aufständischen im westlichen Grenzgebiet des Landes ausgestattet. Die Cessna Grand Caravan sind mit verschlüsselten UHF- und VHF-Kommunikationssystemen, einem Datenübertragungssystem und einem Nachtsichtsystem ausgerüstet. Die Flugzeuge wurden von der Firma ATI Engineering Services aus Johnstown im US-Bundessstaat Pennsylvania mit ihrer Sonderausrüstung versehen. Die Flugzeuge wurden von der US-Regierung bezahlt, für die Sonderausrüstung musste Tunesien selbst aufkommen.
Auf einer bei der Übergabezeremonie aufgestellten Informationstafel wurde darauf hingewiesen, dass die vier Grand Caravan von der 41st Air Unit betrieben werden. Da die tunesischen Luftstreitkräfte keine „Air Units“ unterhält, dürfte es sich dabei um die 41 Squadron handeln.
Bob Fischer
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