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Erfolgreiches Elektroflug-Fly-in in Grenchen

Nach Angaben der Veranstalter haben sich am vergangenen Wochenende rund 1.000 Zuschauer zum 5. Fly-in der Elektroflugzeuge auf dem Flugplatz Grenchen eingefunden. Die eTrophy für den weitesten Anflug gewann ein Pilot, der über 357 Kilometer mit seinem E-Flugzeug zurückgelegt hatte.

17.09.2020

Bei schönstem Wetter fand die kleine Ausstellung des Electrifly-In 2020 in Grenchen bei den Zuschauern Anklang. © Markus A. Jegerlehner/electrifly-in

Insgesamt präsentierten sich am vergangenen Wochenende 14 Teams mit Ihren elektrischen Flugzeugen, innovativen Projekten und technischen Entwicklungen, teilte der Veranstalter des vierten Electrifly-In auf dem Flugplatz Grenchen in der Schweiz mit. Das erste von der EASA zertifizierte Elektroflugzeug, die Pipistrel Velis E, war während der Flugdemonstrationen ebenso zu bestaunen wie der Birdy von Toni Roth, der Archaeopteryx und – zum ersten Mal in Grenchen dabei – auch der Sunseeker Duo.

Electrifly-In 2020 in Grenchen

Wegweisend im Zusammenhang mit zukünftigen Technologien könnten diverse andere Projekte sein, die man in der Ausstellung entdecken konnte, wie der smartflyer SFX1, ein hybrid-elektrisch angetriebenes Reiseflugzeug, das eVTOL-Projekt Origin oder das eSling ETH-Fokusprojekt.

Neben den Fachvorträgen im Rahmen des Symposiums fand die zum ersten Mal durchgeführte Forumsveranstaltung eTALK Anklang. Rund 70 Besucher verfolgten die Diskussion mit sechs versierten Experten und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Luftfahrt. Thomas Hurter, Nationalrat und SWISS Kapitän, Andreas Reinhard, Erfinder und Aviatikexperte, Theo Rindlisbacher, Vertreter des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Morell Westermann, Zukunftsforscher und Pilot, Marc Corpataux, Pilot und Importeur des Pipistrel sowie Dominique Gisin, Pilotin und Masterstudentin in Astrophysik. Sie wurden von Hansjörg Bürgi, dem Herausgeber des Schweizer Magazins Skynews zu ihren Meinungen und Erfahrungen in Bezug auf den Elektroflug und die Aviatik der Zukunft befragt.

Klaus Ohlmann gewinnt die eTrophy

Der Höhepunkt am Samstag war die Übergabe der eTrophy 2020. Bei diesem Wettbewerb, der zum zweiten Mal ausgetragen wurde, geht es darum, den längsten elektrischen Non-stop-Flug nach Grenchen zu küren. Im Feld von neun Wettbewerbern setzte sich mit einer Distanz von 357,6 Kilometern, der Lange Antares 20E mit Klaus Ohlmann am Steuer durch und wurde dafür mit der eTrophy ausgezeichnet.

Die Organisatoren waren stolz, dass auch der Schirmherr der Veranstaltung, Bertrand Piccard, nach Grenchen gereist war, um sich selbst ein Bild des einzigen Fly-In für elektrisch- und hybridangetriebene Luftfahrzeuge in Europa, zu machen. Auch wenn noch Hürden zu bewältigen und viele Fragen nicht final gelöst wären, ist er überzeugt, dass dieser Weg für eine saubere und leisere Fliegerei gemeinsam und hartnäckig weiterverfolgt werden müsse.

Der Termin für das nächste Electrifly-In steht bereits fest: Es findet am 11. und 12. September 2021 in Grenchen statt.

 

 

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