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AutoGyro hat den neuen MTOsport vorgestellt

AutoGyro aus Hildesheim hat die neueste Version ihres Tragschraubers MTOsport zeitgleich bei Sun n Fun in Lakeland und auf der AERO in Friedrichshafen präsentiert. Über 100 Veränderungen sind in das Modelljahr 2017 eingeflossen.

9.04.2017

Über 100 Änderungen unterscheiden den aktuellen MTOsport von seinem Vorgängermodell. © AutoGyro

Der Weltmarktführer für Gyrokopter, AutoGyro, hat seinen Sitz in Hildesheim. Die Firma hat parallel auf der AERO in Friedrichshafen und bei Sun n Fun in Lakeland, Florida, die neueste Version ihres erfolgreichen Tragschraubers MTOsport der Öffentlichkeit präsentiert. „Etwas Gutes besser zu machen gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben denen man sich stellen kann“, beschreibt Otmar Birkner, Chief Technology Officer, beim AutoGyro die Problematik, der sich die Firma bei der Überarbeitung des Tragschraubers ausgesetzt sah. Am Ende waren es die Kunden, die wertvolle Unterstützung boten und der Firma ihre Wünsche an einen überarbeiteten Gyrokopter mitteilten.

Premiere auf der AERO und Sun n Fun

Von der ersten Zeichnung bis zur Fertigstellung des ersten neuen MTOsport 2017 vergingen nach Firmenangaben nur neun Monate. Das Fluggerät wurde pünktlich zu beiden Messen fertig, die in diesem Jahr zeitgleich stattfanden. Über 100 Veränderungen sind in das neue Modell eingeflossen, einige sichtbar, andere nicht. AutoGyro hat das Entern des Fluggeräts erleichtert und die Sitze verstellbar gemacht. Damit ist eine Anpassung an unterschiedlich große Menschen einfach möglich. Die Sitze lassen sich in der Längsachse verschieben und heben sich dabei gleichzeitig an, um die Sicht des hinten Sitzenden nicht zu behindern. Eine Lordosestütze ist als Optional erhältlich. Als „Saisonverlängerer“ bietet AutoGyro eine optionale Sitzheizung für Flüge in der „Übergangszeit“ und im Winter an.

Die Windschutzscheiben des MTOsport wurden beim aktuellen Modell vergrößert. © AutoGyro

Der Komfortverbesserung geschuldet ist auch die Verbreiterung der Kabine des MTOsport 2017 sowie eine Vergrößerung der Windschutzscheibe. Für Fluglehrer bietet der neue Tragschrauber einen vollfunktionsfähigen Steuerknüppel, der sich dank „Quickpins“ schnell ausbauen lässt, sowie ein zusätzliches Cockpit am Rücksitz. „Im hinteren Cockpit werden Motor- und Rotordrehzahl sowie Geschwindigkeit und Höhe angezeigt. Zahlreiche Kontrolllampen informieren über Kraftstoff, Öldruck und den optionalen Turbo. Die zusätzlichen Magnetschalter, für den Fluglehrer unerlässlich, funktionieren nur mit dem ,Instructor Key’ und können so durch einen Fluggast nicht versehentlich bedient werden“ beschreibt das Unternehmen eine weitere wichtige Neuerung beim Modell 2017.

Nicht sofort erkennbar ist die Verlagerung der Hauptfahrwerksschwinge nach hinten, um Start und Landung zu vereinfachen. Um die Startstrecke signifikant zu verkürzen, hat AutoGyro eine Vorrotation neu konstruiert, die das Prä-Rotieren bis 300 Umdrehungen zulässt.

Mehr Tankinhalt und größere Reichweite

Schließlich hat der Hersteller auch die Tanks des MTOsport 2017 auf 94 Liter vergrößert, was mit einer Steigerung der Reichweite auf bis zu 700 Kilometer und der maximalen Flugdauer auf bis zu 6,7 Stunden einhergeht. Die Leermasse des neuen Modells liegt zwischen 245 und 295 Kilogramm, die maximale Abflugmasse zwischen 450 und 560 Kilogramm. Als Motorisierung stehen drei Antriebe zur Wahl: Rotax 912 ULS, Rotax 914 UL sowie der 915 iS.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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