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Israel beschafft jetzt auch die AH-64E Apache Guardian

Das israelische Verteidigungsministerium hat die Modernisierung der Kampfhubschrauberflotte des Landes initiiert. Es hat einen Vertrag für ein Dutzend der modernen Kampfhubschrauber AH-64E Apache Guardian von Boeing unterzeichnet.

21.10.2026

Die Version 6 des AN/APG-78-Radars des AH-64E Apache verfügt auch über einen Modus, um Überwasserziele zu identifizieren und zu bekämpfen. © Boeing

Das israelische Verteidigungsministerium gab den Kauf am 14. Oktober 2026 bekannt. Der Verkaufspreis wurde nicht benannt. Neun Monate zuvor hatte die US-Regierung den Verkauf von bis zu 30 dieser Hubschrauber an die israelischen Luftstreitkräfte für geschätzte 3,8 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 3,27 Milliarden Euro, genehmigt.

Gemäß der im Februar 2026 vom US-Außenministerium erteilten Exportgenehmigung werden die AH-64E mit dem mastmontierten Feuerleitradar AN/APG-78 Longbow von Northrop Grumman sowie mit Systemen für die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Plattformen („Manned-Unmanned Teaming“, MUM-T) ausgestattet.Bei dem AN/APG-78 handelt sich um die neueste Version, die Version 6, die bereits bei der U.S. Army und anderen Kunden im Einsatz ist. Diese Version verfügt über erweiterte Fähigkeiten zum Einsatz aus größerer Distanz. Die Reichweite des mastmontierten AN/APG-78 wurde von 8 auf 16 Kilometer verdoppelt. Zudem verfügt die Version 6 erstmals über eine spezielle Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen auf See. AeroBuzz hatte darüber berichtet.

Die Waffen sind nicht im Kaufpreis enthalten

Während die Waffenaufhängungen im Lieferumfang enthalten sind, gilt dies nicht für die Waffen selbst. Es ist davon auszugehen, dass die Hubschrauber – neben den standardmäßigen Luft-Boden-Raketen AGM-114 Hellfire II – auch mit der Rakete „Spike NLOS“ des israelischen Herstellers Rafael ausgerüstet werden. Diese kommen bereits bei den AH-64E der US-Armee zum Einsatz und ermöglichen es, Ziele in einer Entfernung von mehr als 25 Kilometer zu bekämpfen.

Boeing wird die AH-64E für Israel neu in seinem Werk in Mesa im US-Bundesstaat Arizona fertigen. Sie werden ab Anfang der 2030er Jahre die 23 derzeit noch im Bestand befindlichen AH-64A Peten (Kobra) – die ab 1990 geliefert wurden – sowie die 20 AH-64D Saraf, die ab 2005 in Dienst gestellt wurden, ersetzen beziehungsweise ergänzen.

Bob Fischer

 

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