Homepage » Helikopter » Christoph 22 hat seinen 50.000. Einsatz absolviert

Der Rettungshubschrauber am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm hat jetzt seinen 50.000. Einsatz geflogen. Seit 2003 stellt die ADAC Luftrettung den Helikopter und das fliegerische Personal an Deutschlands zweitältester Luftrettungsstation, das medizinische Personal kommt dort von der Bundeswehr.

9.05.2021

Der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte Rettungshubschrauber Christoph 22 der ADAC Luftrettung hat in der ersten Mai-Woche des Jahres 2021 seinen 50.000 Einsatz geflogen. © ADAC Luftrettung/Björn Hossfeld

Die Luftrettungsstation am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm ist die zweitälteste in Deutschland. Im November dieses Jahres feiert sie ihr 50-jähriges Bestehen. Wie wichtig diese Einrichtung für die Region ist, zeigt die Zahl der Einsätze, die der dort stationierte Rettungshubschrauber Christoph 22 seit der Gründung der Station geflogen hat. In der ersten Mai-Woche hat der von der ADAC Luftrettung betriebene Rettungshubschrauber Christoph 22 seinen 50.000. Einsatz absolviert. Ein Motorradfahrer war auf der Schwäbischen Alb verunglückt und hatte sich dabei schwer verletzt. Er wurde in eine Klinik nach Reutlingen geflogen.

Dr. Björn Hossfeld, der leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Bundeswehrkrankenhaus und Leitender Arzt an der Luftrettungsstation „Christoph 22“, sagte: „Wenn man 50.000 Einsätze in Relation zur Einwohnerzahl Ulms setzt, hätte nahezu jeder zweite Bürger Hilfe aus der Luft erhalten.“

Durchschnittlich 1.400 Einsätze pro Jahr

Nach Angaben der ADAC Luftrettung flog Christoph 22 in den vergangenen Jahren im Durchschnitt 1.400 Einsätze. Bis zum 5. Mai dieses Jahres erreichte der Rettungshubschrauber bereits die Zahl von 450 Einsätzen. Die ADAC Luftrettung stellt seit 2003 den Hubschrauber und das fliegerische Personal an der Station in Ulm, das medizinische Personal kommt von der Bundeswehr. Bis 2003 stellte die Bundeswehr mit einer Bell UH-1D auch die fliegerische Komponente der Luftrettung an diesem Standort sicher.

Christoph 22 im Juli 2014. Damals war noch das Helikoptermuster BK 117 in Ulm stationiert. © Jörn Fries

Bei den 50.000 Einsätzen von „Christoph 22“ handelte es sich nach Angaben der ADAC Luftrettung vorwiegend um Rettungseinsätze wegen internistischer Notfälle – wie zum Beispiel akuter Herzkreislauferkrankungen – oder Verkehrsunfällen, Schlaganfällen, Freizeit-, Arbeits-, und häuslichen Unfällen.

Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, sagte: „Die ADAC Luftrettung ist seit 1970 bundesweit über eine Million Rettungseinsätze geflogen. Die Station in Ulm hat zu diesem Meilenstein einen entscheidenden Beitrag geleistet. Sie ist in der Region als schneller Lebensretter aus der Luft nicht mehr wegzudenken.“

Die ADAC Luftrettung hatte zunächst eine BK 117 am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationiert und sie 2018 gegen die aktuelle Version des Musters, die H145 von Airbus Helicopters, getauscht. Die ADAC Luftrettung setzt den Helikopter nicht nur in der Primärrettung ein, sondern auch als Intensivtransporthubschrauber (ITH), um Patienten im Bedarfsfall zu verlegen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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