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Russian Helicopters hat zwei neue Hubschrauber nach Turkmenistan geliefert. Die beiden Helikopter sollen schwer verletzte Patienten in ein neues Verbrennungszentrum in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat transportieren und sind dafür mit Spezialausrüstung ausgestattet.

12.04.2021

Russian Helicopters hat einen Ansat-Hubschrauber in Ambulanz-Ausführung an die Regierung von Turkmenistan geliefert. © Rostec

Kazan Helicopters, eine Tochtergesellschafte der staatlichen Holding Russian Helicopters, hat den ersten Hubschrauber des Typs Ansat an die Republik Turkmenistan übergeben. Zusätzlich hat der Hersteller eine Mil Mi-17-1V als Mehrzweckhubschrauber an das Land ausgeliefert.

Beide Hubschrauber sind für den Transport von Patienten zum erst im Oktober 2020 eröffneten, internationalen Verbrennungszentrum in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat vorgesehen und sind mit medizinischem Equipment für schwere Brandverletzungen sowie mit Klimaanlagen ausgestattet. Den Auftrag für die beiden Drehflügler hatte die Regierung von Turkmenistan im März 2020 erteilt.

Turkmenistan hat auch eine Mil Mi-171V als Rettungshubschrauber für Brandverletzte vom Hersteller übernommen. © Rostec

Die Mi-17-1V ist nach Angaben von Russian Helicopters mit Zusatztanks versehen, die dem Hubschrauber eine größere Reichweite verleihen. Außerdem ist der Helikopter mit einer Winde versehen und einem Frachthaken, der Lasten bis zu einer Masse von 4,0 Tonnen heben kann.

Ansat benötigt keinen Hangar

Zu den besonderen Eigenschaften des Ansat-Hubschraubers gehört nach Angaben des Herstellers, dass er keinen Hangar benötigt, und auch dauerhaft im Freien abgestellt werden kann. Er ist für High Altitude Operations bis zu 3.500 Meter Höhe zugelassen und kann bei Temperaturen von -45 Grad Celsius bis zu +50 Grad Celsius betrieben werden. Auf der Paris Air Show 2019 hatte Russian Helicopters mit dem österreichischen Spezialausrüster Air Ambulance Technology aus Ranshofen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, nach dem die beiden Unternehmen zusammen eine medizinische Kabinenausrüstung für den Ansat entwickeln wollten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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