Im November des vergangenen Jahres hatte Boeing in Anwesenheit einer deutschen Delegation den sogenannten „Production Kick-off“ für die erste Boeing CH-47F Chinook Block II für die Luftwaffe gefeiert. Seitdem ist die Fertigung des Schwerlasthubschraubers ein großes Stück vorangekommen, zeigt ein von Boeing Anfang dieses Monats veröffentlichtes Foto. Auf dem Foto ist zu erkennen, dass die Rumpfmontage des Helikopters mit der Seriennummer M1701 fast abgeschlossen ist.
Insgesamt 47 CIRCM-Selbstschutzsysteme wird Northrop Grumman für die 60 zukünftigen schweren Transporthubschrauber CH-47F der Luftwaffe liefern.© Boeing
Die damalige Bundesregierung hatte im Juli 2023 insgesamt 60 CH-47F-Transporthubschrauber für 7,3 Milliarden Euro bestellt, die im Zeitraum 2027 bis 2032 unter der deutschen Musterbezeichnung CH-47F Block II SR AAR (Standard Range / Air-to-Air Refuelling) ausgeliefert werden sollen. 59 dieser Hubschrauber wird die Luftwaffe als Ersatz für die bislang genutzte Sikorsky CH-53 erhalten, eine CH-47 Chinook wird die Wehrtechnische Dienststelle (WTD) 61 in Manching für Tests und Erprobungen bekommen.
Neue Struktur bei der Luftwaffe angestrebt
Mit der Einführung des neuen Hubschraubermusters wird es auch strukturelle Veränderungen innerhalb der Luftwaffe geben. So wird der Sitz des Hubschraubergeschwaders (HSG) 64 von Laupheim in Baden-Württemberg zum Fliegerhorst Holzdorf, der direkt an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg liegt, verlegt. Der Personaltransfer soll bis zum Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein und ist Teil einer umfassenderen Reorganisation, die auf die Einsatzanforderungen der neuen Flotte abgestimmt ist.
Derzeit ist geplant, dass in Laupheim noch eine Staffel mit zwölf Chinooks verbleibt. Die operative Hauptkomponente mit 47 Hubschraubern, organisiert in drei Staffeln, wird jedoch in Holzdorf stationiert sein und den Fliegerhorst damit zum zentralen Drehkreuz für die Schwerlasthubschrauber-Einsätze der Luftwaffe machen.
Die ersten Auslieferungen an die Luftwaffe sind nun für 2027 geplant.
Bob Fischer
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