Homepage » Helikopter » Toll Ambulance Rescue: 20.000 Flugstunden im Luftrettungsdienst

In nur viereinhalb Jahren hat der australische Rettungshelikopter-Betreiber Toll Ambulance Rescue Helicopter Service 20.000 Flugstunden gesammelt. Die durchschnittliche Flugzeit pro Einsatz ist überraschend hoch.

13.08.2021

Der australische Toll Air Ambulance Rescue Helicopter Service hat in viereinhalb Jahren 20.000 Flugstunden geleistet. © Toll Air Ambulance

Der australische Betreiber Toll Helicopters hat vor gerade einmal viereinhalb Jahren begonnen, HEMS-Dienste (Helicopter Emergency Medical Services) in New South Wales und im Australian Capital Territory anzubieten. Dazu hat der Toll Ambulance Rescue Helicopter Service sich acht Leonardo AW139 in Rettungshubschrauber-Konfiguration beschafft. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Flotte am 3. Juli dieses Jahres die Marke von 20.000 Flugstunden erreicht und überschritten.

Die Rettungsflugorganisation hat dabei nur etwas mehr als 10.000 Missionen absolviert, was die große Einsatzreichweite der Hubschrauber unterstreicht und sich deutlich von der durchschnittlichen Missionsflugdauer in Europa unterscheidet. Die Hubschrauber des Toll Ambulance Rescue Helicopter Service sind auf vier Stützpunkten stationiert und fliegen rund um die Uhr. Sie starten tagsüber nur zehn Minuten nach der Alarmierung und nachts innerhalb von 20 Minuten. Sechs AW139 stehen kontinuierlich für Einsätze bereit, während jeweils zwei Hubschrauber in der Wartung sind beziehungsweise als Reservehelikopter zur Verfügung stehen.

3.000 Missionen in einem einzige Jahr

2020 war mit über 3.000 Missionen das geschäftigste Jahr bisher für den Luftrettungsbetreiber. Unter anderem mussten die Rettungscrews Menschen aus Canyons, Flüssen, dem Ozean, von gefrorenen Seen und von Klippen mit dem Hubschrauber retten. Auch Evakuierungsflüge von Kreuzfahrtschiffen führte Toll durch. Im vergangenen Jahr wurde bei 250 Rettungsmissionen der Einsatz der Winde notwendig.

Colin Gunn, der General Manager von Toll Helicopters, sagte zum erreichten Meilenstein von 20.000 Flugstunden: „Wir sind unglaublich stolz darauf, diesen Dienst zusammen mit NSW Ambulance, ACT Ambulance und dem Newborn and Paediatric Emergency Transport Service (NETS) zu betreiben. Mit 120 Toll-Mitarbeitern, die sich dem Betrieb widmen, kann der Dienst seit viereinhalb Jahren eine hervorragende medizinische Versorgung für die Gemeinden in NSW und dem Australian Capital Territory bieten. Die AW139 ist in der Lage, die Kombination aus Geschwindigkeit, Leistung und Nutzlast auszubalancieren, um die beste aeromedizinische Plattform zu bieten, die heute verfügbar ist.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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