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Honeywell hat Business Unit “Urban Air Mobility” gegründet

Der Markt für selbstfliegende Fluggeräte ist sehr vielversprechend. Honeywell Aerospace hat nun einen eigenen Geschäftsbereich für diesen Sektor gegründet, um die potenziellen Kunden besser und zielgenauer bedienen zu können.

17.06.2020

Honeywell Aerospace hat im Juni 2020 einen eigenen Geschäftsbereich Urban Air Mobility gegründet, um Kunden aus diesem Industriesegment besser bedienen zu können. © Honeywell Aerospace

Mike Madsen, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Honeywell Aerospace aus Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, begründete, warum der Konzern einen neuen Geschäftsbereich Unmanned Aerial Systems ins Leben gerufen hat: „Urban Air Mobility und Unmanned Aerial Systems werden in der Zukunft der Luft- und Raumfahrt eine immer größere Rolle spielen. Die potenziellen Anwendungen umfassen elektrisch angetriebene, fliegende Taxis, hybrid-elektrische Frachtdrohnen, optional bemannte Flugzeuge, Lieferdrohnen und alles dazwischen. Honeywell hat bereits durch viele technologische Fortschritte zu diesen Märkten beigetragen und ist sehr gut aufgestellt, um das Portfolio weiter auszudehnen, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen und die Zukunft der autonomen Luftfahrt und des urbanen Transports mitzugestalten.“

Eigenständige Business Unit

Der neue Geschäftsbereich Unmanned Aerial Systems (UAS) wird eigenständig agieren und mit eigener Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung sowie eigenem Vertrieb ausgestattet. Die Business Unit hat zudem die Aufgabe, als Systemintegrator sämtliche anderen Produkte und Dienstleistungen des Gesamtkonzerns anzubieten, die für dieses Industriesegment nutzbar sind. Dazu gehören unter anderem Avionik, hybrid-elektrische Antriebe, Temperaturmanagement, Bodenverkehrsdienste und Datenanalyse für Predictive Maintenance.

Der neue Geschäftsbereich wird sich aber vor allem auf Software-Lösungen für unbemannte Fluggeräte konzentrieren. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung eines Fly-by-wire-Autopilot-Systems, die Entwicklung von Algorithmen, die Kollisionen mit anderen Luftfahrzeugen verhindern und die Anwendung von künstlicher Intelligenz, um präzise und sichere Landungen zu gewährleisten.

Stéphane Fymat, Vorstandsmitglied und General Manager der neuen Business Unit des Konzerns, sagte: „Weil wir diese neue Organisation gegründet haben, sind wir in der Lage, die Kraft unserer technischen Ressourcen und unseres Know-hows optimal zu nutzen, um Air Taxis, die Drohnenzustellung von Paketen und alle anderen Formen des autonomen Fluges von einer Zukunftsvision in die Realität zu überführen.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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