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MTU, Safran und ITP einigen sich bei NGF-Antrieb

Die Entwicklung des Antriebs für den Next Generation Fighter (NGF) im Rahmen des europäischen Future Combat System (FCAS) ist einen Schritt vorangekommen. Die drei Partnerunternehmen haben sich grundsätzlich auf die Vorgehensweise und die Arbeitsteilung verständigt.

30.04.2021

MTU Aero Engines, Safran und ITP Aero haben sich geeinigt, wie sie gemeinsam den Antrieb für den Next Generation Fighter innerhalb des Future Combat Air Sytems (FCAS) entwickeln wollen. © MTU Aero Engines

Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich die Triebwerkshersteller MTU Aero Engines aus München, Safran Aircraft Engines aus Frankreich und die spanische ITP Aero nun über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung, Produktion und Betreuung des Antriebs für das künftige europäische Kampfflugzeug der nächsten Generation NGF (Next Generation Fighter) geeinigt. Der NGF ist das Kernelement des europäischen Luftverteidigungssystems FCAS (Future Combat Air System), das Frankreich, Deutschland und Spanien gemeinsam entwickeln wollen.

Safran und die MTU haben dazu gemeinsames Unternehmen gegründet, das in München seinen Sitz haben wird. Beide Firmen haben jeweils einen Anteil von 50 Prozent an dem EUMET bezeichneten Joint-Venture, während ITP Aero bereits jetzt als Hauptpartner benannt wurde. EUMET ist ein Akronym und steht für European Military Engine Team. Geleitet wird das Unternehmen von einem Geschäftsführer, den Safran benennt.

Safran bestimmt die Triebwerks-Auslegung

Jean-Paul Alary, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Safran Aircraft Engines, sagte: „Der Abschluss dieser Vereinbarung spiegelt die starke und gemeinsame Entschlossenheit unserer Unternehmen wider, die technologische Entwicklungsphase des NGF-Triebwerksprogramms in Angriff zu nehmen. Als Verantwortlicher für Triebwerksdesign und Triebwerksintegration freut sich Safran darauf, diese Rolle effektiv über den gesamten Programmzyklus hinweg zu erfüllen.“

Entsprechend der Vereinbarung wird Safran Aircraft die Auslegung und Integration des Triebwerks leiten, während die MTU Aero Engines alle Instandhaltungs- und Serviceaktivitäten federführend betreut.

Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines und Vorsitzender des EUMET-Shareholder-Meetings, sagte: „Die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens für den Antrieb des nächsten europäischen Kampfflugzeugs ist ein weiterer Meilenstein in der engen Partnerschaft unserer Unternehmen, die bereits seit sechs Jahrzehnten andauert. Mit dieser gleichberechtigten Partnerschaft schlagen wir das nächste Kapitel in der europäischen Zusammenarbeit in der Luftfahrt auf. Damit schaffen wir eine verlässliche Grundlage für pragmatische und zielgerichtete Entscheidungen der Partner über den gesamten Lebenszyklus des Triebwerks hinweg.“

 

 

 

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