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Air France bereitet sich auf die Übernahme der ersten A220-300 vor

Der erste für Air France bestimmte Airbus A220 hat gerade die Airbus-Lackiererei in Mirabel bei Montreal verlassen, wo er in den neuen Air-France-Farben lackiert wurde. Die Vorderseite des Rumpfes zeigt das geflügelte Seepferdchen, das historische Symbol des Unternehmens, das seine reiche Geschichte verkörpert.

27.07.2021

Die erste A220-300 für die Air France soll im September 2021 in Frankreich landen. © Air France

Ende September 2021 wird Air France die ersten von 60 bestellten Airbus A220-300 erhalten, die ihre Airbus A318 und A319 auf Kurz- und Mittelstrecken ersetzen sollen. Nach der Ankunft wird das erste Exemplar mehr als einen Monat lang genutzt, um die Besatzungen der Airline zu schulen, von denen einige im Sommer 2020 mit der sogenannten Musterqualifikation begonnen haben.

Wie bei jedem neuen Flugzeugtyp, der in die Flotte aufgenommen wird, hat Air France zwei „harte Kerne“ eingerichtet, einer besteht aus Piloten und einer aus Flugbegleitern. Diese zuvor qualifizierten Besatzungsmitglieder haben die Aufgabe, ihre Kolleginnen und Kollegen im Rahmen von internen, behördlich validierten Programmen zu schulen.

Schulung schon seit September 2020

Schon im September 2020 absolvierten acht Piloten, die jetzt als Ausbilder dienen, ein achtwöchiges theoretisches und praktisches Trainingsprogramm im Airbus-Schulungszentrum in Montreal. Derzeit trainieren sie ihre Kollegen – darunter 28 weitere Ausbilder, die das Piloten-Startteam komplettieren –- in einem Full Flight Simulator (FFS), der im Air France Simulationszentrum in Paris-Charles de Gaulle steht. Sobald die erste A220 an Air France ausgeliefert ist, wird dieses Simulatortraining für den Erhalt der A220-300-Musterberechtigung durch etwa 20 Flüge auf dem echten Flugzeug ergänzt.  Letztendlich werden fast 700 Air France-Piloten auf diesem Flugzeugtyp qualifiziert sein.

Der Airbus A220 von Air France wird 148 Passagieren in einer 3+2-Konfiguration Platz bieten. Jeder Sitz wird mit USB-A- und -C-Anschlüssen ausgestattet sein, und die Kunden haben WiFi-Zugang. © Air France

Die gleiche Vorgehensweise wird auch auf das Kabinenpersonal angewandt: 14 Flugbegleiter wurden zwischen September und Dezember 2020 in Zürich ausgebildet. Letztere finalisieren derzeit die Handbücher und Schulungsinhalte, die sie ab September 2021 selbst verantworten werden. Eine Gruppe von 37 Flugbegleitern wurde von der Kerngruppe ausgewählt und geschult, um die praktische Ausbildung des Kabinenpersonals zu vervollständigen, sobald die A220 in Betrieb genommen wird. Schließlich wurden zwei A220-Türmodelle in der Air France Crew Academy (AFCA) in Paray Vieille-Poste, in der Nähe von Paris-Orly, in Betrieb genommen, um schließlich rund 2.500 Flugbegleiter zu schulen.

Gil Roy

 

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Über Gil Roy

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Gil Roy hat Aerobuzz.fr 2009 gegründet. Er arbeitet seit 1981 hauptberuflich als Journalist. Sein Fachwissen in den Bereichen Allgemeine Luftfahrt, Luftverkehr und Nachhaltigkeit der Mobilität lassen ihn häufig als Autor in verschiedenen Fachpublikationen, aber auch in allgemeinen Medien (Air & Kosmos, l'Express, Aviasport...) erscheinen. Er ist Chefredakteur von Aerobuzz und Autor von sieben Büchern. Gil Roy hat den Literaturpreis des Aéro-Club de France erhalten und ist Träger der Médaille de l'Aéronautique.

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