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Azur Air erweitert Flotte mit Boeing 737-900ER

Die im Juli mit einer Boeing 767-300ER an den Start gegangene deutsche Fluggesellschaft Azur Air wird ihre Flotte mit zwei Boeing 737-900ER ergänzen. Damit ist Azur Air die erste deutsche Airline, die dieses Muster einsetzt.

17.01.2018

Die Azur Air erhält als erste deutsche Fluggesellschaft die Boeing 737-900ER. © Azur Air

Im Juli des vergangenen Jahres hat die Azur Air als neueste deutsche Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb aufgenommen. Inzwischen betreibt sie drei Boeing 767-300ER. Und sie expandiert weiter. Zu den drei Widebodies kommen in diesem Jahr zwei Standardrumpf-Flugzeuge vom Typ  Boeing 737-900ER hinzu. Sie werden mit den Kennzeichen D-AZUF und D-AZUG ins AOC der Airline eingetragen. „Es freut uns sehr, dass unsere Flotte ab März weiter wächst. Mit den beiden Boeing 737-900ER werden wir unsere Kapazitäten auf der Kurz- und Mittelstrecke ausweiten können und unseren Kunden, gemeinsam mit unseren Veranstalterpartnern ein besseres Produkt anbieten können“, sagte Azur Air-Geschäftsführer Alper Altun.

Azur Air ist erster deutscher Nutzer der 737-900ER

Die im April 2016 gegründete Azur Air ist die erste deutsche Airline, die diese Version der Boeing 737 einsetzt. Bislang hat Boeing 510 Bestellungen von 15 Kunden für die 737-900ER erhalten. 449 Exemplare sind bis heute gebaut und an Kunden ausgeliefert.

Korean Air ist eine von 15 Airlines, die die 737-900ER direkt bei Boeing bestellt haben. © Boeing

Die D-AZUG befindet sich derzeit in der Übernahmekontrolle und ist schon in den Farben der Azur Air lackiert. Der Twinjet wird nach heutiger Planung Mitte Februar nach Deutschland überführt und soll nach der Zulassung durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ab dem Sommerflugplan 2018 für die Airline fliegen. Die zweite Boeing 737-900ER (D-AZUF) soll einen Monat später nach Düsseldorf kommen.

Azur Air hat sich bei der Bestuhlung der Flugzeuge für eine Einklassen-Konfiguration mit 215 Passagiersitzen entschieden. Die maximale Sitzplatzzahl, für die die 737-900ER zugelassen ist, beträgt 220. Diese enge Bestuhlung wird aber sehr selten gewählt. Selbst die indische Billigfluggesellschaft SpiceJet bestuhlt ihre 737-900ER nur mit 212 Sitzen. Die meisten 737-900ER-Kunden wie beispielsweise Delta Air Lines, United Airlines oder El Al nutzen eine Zweiklassen-Bestuhlung mit rund 180 Passagiersitzen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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