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Erster Langstrecken-Testflug der A350-1000

Airbus hat heute den ersten Langstrecken-Testflug mit dem Airbus A350-1000 absolviert. Das Flugzeug startete um 09.20 Uhr in Toulouse und soll für 11,5 bis 12 Stunden in der Luft bleiben.

11.05.2017

Am 11. Mai startete der Airbus A350-1000 mit 300 Airbus-Mitarbeitern zum ersten "Early Long Flight". © S. Ramadier/Airbus

Zur Erprobung eines neuen Luftfahrzeugs gehören Tests unter realistischen Bedingungen mit einer vollen Kabine. Heute hat Airbus den ersten dieser Flüge mit dem Airbus A350-1000 unternommen.

Über 300 Airbus-Mitarbeiter sind derzeit an Bord des neuen Zweistrahlers beim so genannten „Early Long Flight“. Airbus-Cheftestpilot Peter Chandler ist Kapitän des Fluges mit der Flugnummer AIB351, der zwischen elfeinhalb und zwölf Stunden dauern soll.

A350-1000 fliegt einmal um Europa

Um 09.20 Uhr Ortszeit hob das Flugzeug mit dem Kennzeichen F-WLXV in Toulouse ab und drehte nach Südosten. Die Strecke führte übers Mittelmeer und querte Sardinien, um kurz vor Palermo in Richtung Nordosten zu drehen. Bei Neapel erreichte das Flugzeug wieder italienisches Festland und behielt den Kurs bei, um die Adria zu überqueren. Über Pula in Kroatien ging es weiter in Richtung Norden. Klagenfurt, Prag und Cottbus waren weitere Orte auf der Strecke. Bei Heringsdorf überflog die A350-1000 die Ostseeküste und erreichte später die schwedische Südküste. Sie flog weiter die schwedische Ostküste entlang bis Umea, um von dort Richtung Body in Norwegen zu drehen. Parallel zur norwegischen Westküste setzte die Crew den Flug fort. Als diese Zeilen geschrieben wurden, befand sich die F-WLXV nördlich von Bergen.

„Der Grund, warum wir einen solchen Flug durchführen, ist der dass wir dadurch die Möglichkeit erhalten, die Kabine in einem realistischen Szenario mit einer vollen Passagierladung zu erproben. Dadurch sehen wir, ob alles richtig funktioniert. Da wir diese Tests vor der Zulassung durchführen, können wir noch vor der Zertifizierung erkennen, ob es irgendwelche Probleme gibt, die wir vorab lösen müssen“, sagte Peter Chandler unmittelbar vor dem Abflug.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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