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Wieder Starts in den USA nach Ausfall des NOTAM-Systems erlaubt

Update: Die US-Luftfahrtbehörde hatte Airlines in den USA angewiesen, bis 15.00 Uhr MEZ keine Inlandsflüge mehr starten zu lassen, da das System für die Verbreitung von kurzfristigen, sicherheitsrelevanten Fluginformationen ausgefallen war. Die Behörde hat eine Lösung des Problems gefunden und erlaubt wieder Starts.

11.01.2023

Nach einem Ausfall des NOTAM-Systems untersagte die US-Luftfahrtbehörde FAA am 11. Januar 2023 für mehrere Stunden alle Starts von Inlandsflügen. © Volker K. Thomalla

In den Vereinigten Staaten war heute vormittag das System ausgefallen, das kurzfristige, offizielle und sicherheitsrelevante Informationen für den Flugbetrieb zur Verfügung stellt. Piloten kennen diese Informationen als „NOTAM“ (Notice to Air Mission). Da Luftfahrzeugbesatzungen verpflichtet sind, diese NOTAM im Rahmen der Flugvorbereitungen zur Kenntnis zu nehmen, konnten viele Flüge nicht starten. Bis 05.30 Uhr Eastern Times (11.30 MEZ) hatte es schon über 400 Flugausfälle gegeben.

NOTAMs sind für die Flugsicherheit relevant

NOTAMs werden von der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) herausgegeben und beinhalten Informationen zu Frequenzwechseln, Schließungen von Runways oder zum Abschalten von Navigationseinrichtungen.

In ihrem dritten Update zu dem Zwischenfall schrieb die FAA um 07.19 Uhr Ortszeit New York (13.19 Uhr MEZ): „Die FAA arbeitet immer noch an der vollständigen Wiederherstellung des Systems ‚Notice to Air Missions‘ nach einem Ausfall. Die FAA hat die Fluggesellschaften angewiesen, alle Inlandsabflüge bis 9.00 Uhr Eastern Time zu unterbrechen, damit die Behörde die Integrität der Flug- und Sicherheitsinformationen überprüfen kann.“

Um 15.00 Uhr MEZ durften dann wieder Flugzeuge starten, zunächst von den Flughäfen Newark Liberty International Airport bei New York und Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport. Das generelle Startverbot ist aufgehoben. Man suche nach den ursprünglichen Ursachen des Problems.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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