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Lufthansa bestellt weitere fünf A350 und fünf Boeing 787

Die Lufthansa investiert in die Erneuerung ihrer Langstreckenflotte. Sowohl Airbus als auch Boeing können sich über neue Aufträge für Widebodies freuen.

4.05.2021

Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat Anfang Mai 2021 der Bestellung von fünf weiteren Airbus A350-900 zugestimmt. © Lufthansa

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat gestern, einen Tag vor der Hauptversammlung des Unternehmens, den Kauf von zehn weiteren Langstreckenflugzeugen genehmigt. Die Lufthansa Group wird zusätzlich zu den im März 2019 bestellten Airbus A350 XWB und Boeing 787 Dreamliner je fünf weitere Exemplare beider Muster bei den Herstellern in Auftrag geben.

„Die Investition in neue Flugzeuge stehe im Einklang mit der Rahmenvereinbarung zwischen dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) und der Deutschen Lufthansa AG. Gleichzeitig entsprächen die Investitionen dem Grundsatz des Konzerns, die jährlichen Investitionen auf die Höhe der Abschreibungen zu begrenzen und strikt auf die Steigerung des Unternehmenswerts auszurichten“, teilte die Airline mit.

Dreamliner-Einsatz schon zum Winter

Die jetzt neu bestellten Airbus-Widebodies sind für die Lufthansa und nicht für eine der Tochtergesellschaften vorgesehen. Sie sollen in den Jahren 2027 und 2028 ausgeliefert werden. Die ersten Boeing 787 Dreamliner werden dagegen schon vor Ende dieses Jahres erwartet, denn sie sind schon produziert. Eigentlich waren sie für andere Airlines vorgesehen, doch Lufthansa kann die Großraumflugzeuge jetzt bekommen, da die Kunden deren Auslieferung nach hinten verschoben haben.

Die Kranich-Airline steht mit dem neuesten Dreamliner-Auftrag nun mit insgesamt 25 Boeing 787-9 beim Hersteller im Auftragsbuch. Zusätzlich hat die Lufthansa noch 20 Boeing 777-9-Festaufträge laufem. Die Airline hatte ja im November 2019, also noch vor Ausbruch der Coronakrise, 14 ihrer zuvor 34 aufgegebenen festen Bestellungen für das Muster in Optionen zurückgestuft.

Die 787-9 und die A350-900 werden nach Auskunft der Kranich-Airline vor allem die A340 ersetzen. Die Lufthansa verfolgt das Ziel, den Anteil von vierstrahligen Flugzeugen in der Flotte weiter zu reduzieren. Bis Mitte dieser Dekade soll der Anteil der Vierstrahler in der Langstreckenflotte auf unter 15 Prozent sinken. Noch im Februar 2020 betrug ihr Anteil in der Langstreckenflotte rund 50 Prozent. Nach Angaben der Lufthansa ergibt sich dadurch eine Reduktion der Betriebskosten um rund 15 Prozent.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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