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Lufthansa Group hat die Corona-Rückholflüge abgeschlossen

Die Airlines der Lufthansa Group haben ihre letzten Rückholflüge erfolgreich beendet. Rund 90.000 im Ausland gestrandete Reisende haben die Lufthansa-Airlines zurückgebracht. Im Rahmen der Corona-Luftbrücke der deutschen Bundesregierung wurden bisher 240.000 Menschen repatriiert. 

21.04.2020

Die Lufthansa hat im Rahmen der Corona-Luftbrücke 160 Rückholflüge für gestrandete Bundesbürger durchgeführt. © Volker K. Thomalla

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group haben gestern mit der Landung der Boeing 747-400 D-ABVZ, die mit der Flugnummer LH341 aus Lima kommend in Frankfurt am Main gelandet ist, den letzten von insgesamt 160 Rückholflügen absolviert. Seit Mitte März haben Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Edelweiss Air und Air Dolomiti rund 90.000 durch den Ausbruch des Coronavirus gestrandete Reisende zurück in ihre Heimatländer geflogen.

Die Lufthansa hat mitgeteilt, dass 437 Sonderflüge zu 106 Destinationen weltweit geflogen waren. Darunter waren auch Ziele, die normalerweise nicht von den Airlines bedient werden. So holte beispielsweise die Lufthansa auf mehreren Flügen gestrandete Reisende mit Boeing 747 und Airbus A380 aus Neuseeland ab.

Kurzfristige Einsätze erschwerten die Planung

Lufthansa und Eurowings haben nach eigenen Angaben im Auftrag des Auswärtigen Amts über 34.000 Deutsche und EU-Bürger nach Deutschland geflogen. Die Rückholflüge wurden als Charter innerhalb nur weniger Tage geplant, vorbereitet und durchgeführt. Dabei waren teilweise auch Passagiere des Ziellandes auf dem Hinflug an Bord.

Die Herausforderung lag nicht nur bei der enormen Anzahl der individuell geplanten Sonderflüge, so die Lufthansa, sondern eben auch die rund 40 Flughäfen, die nicht zum regulären Streckennetz der Lufthansa Group gehören. Deshalb musste dort jeweils Personal für die Abfertigung, das Catering, die Unterkunft für die Cockpit- und Kabinencrew, der Treibstoff und die Wartung mit sehr kurzem Vorlauf organisiert werden. Dabei unterstützten auch die Botschaften und diplomatischen Vertretungen vor Ort sowie das Auswärtige Amt, gerade auch bei den notwendigen Überflug- und Verkehrsrechten, hebt die Kranich-Airline hervor.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden in den vergangenen vier Wochen über 240.000 Deutsche sowie mehrere Tausend Bürger aus anderen EU-Ländern aus dem Ausland zurück nach Deutschland geflogen. Auch die Condor hat mit über 78.000 Passagieren auf Rückholflügen einen sehr großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung der Corona-Luftbrücke. Das Auswärtige Amt hat alleine 240 Sonderflüge organisiert, hinzu kamen weitere Sonderflüge von Kreuzfahrt-Reedereien, Reiseveranstaltern und Airlines.

Allerdings ist die Rückholung noch nicht ganz abgeschlossen. Derzeit warten noch mehrere Tausend gestrandete Reisende in Südafrika auf ihre Rückholung. Die Corona-Luftbrücke ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes die größte Rückholaktion in der Geschichte Deutschlands.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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