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Lufthansa wird ihre Flugzeugauslieferungen halbieren

So, wie sich die mittel- und langfristigen Folgen der Coronakrise für die Luftverkehrswirtschaft immer deutlicher abzeichnen, reagieren die Airlines auf die kommende Lage. Die Lufthansa hat heute ein zweites Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem sie den Corona-Sturm überstehen will. Die Investitionen in neue Flugzeuge werden bis 2023 halbiert.

7.07.2020

Lufthansa hat angekündigt, ihre Investitionen in neue Flugzeuge bis 2023 zu halbieren. © Volker K. Thomalla

Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat ein zweites Maßnahmenpaket beschlossen, um die Folgen der Covid-19-Pandemie für das Unternehmen zu minimieren. Bei dem „ReNew“-Programm unter der Leitung von Detlef Kayser, dem Vorstand Airline Resources & Operations Standards, wird es wie beim ersten Maßnahmenpaket erneut schmerzhafte Einschnitte geben. So hat der Vorstand unter anderem beschlossen, dass bis 2023 für die gesamte Lufthansa Group maximal 80 neue Flugzeuge von den Herstellern abgenommen werden sollen. „Damit halbiert sich das Investitionsvolumen in neue Flugzeuge“, teilte Lufthansa heute mit.

Die Lufthansa Group hat sowohl bei Airbus als auch bei Boeing ausstehende Bestellungen. Welcher Hersteller oder welches Muster davon genau betroffen sind, wollte die Kranich-Airline heute nicht kommunizieren. Im ersten Paket hatte Lufthansa bereits beschlossen, ihre Flotte um 100 Flugzeuge zu verkleinern.

22.000 Vollzeitstellen sind bedroht

Auch werde die Bündelung von Flugbetrieben weiter fortgesetzt. Im ersten Maßnahmenpaket hatte der Vorstand ja bereits das Ende von Germanwings als Flugbetrieb beschlossen. Den rechnerischen Personalüberhang der Lufthansa Group nach der Coronakrise beziffert die Airline derzeit noch mit „mindestens 22.000 Vollzeitstellen“. Man wolle weiterhin betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermeiden, so die Lufthansa. Dazu seien Vereinbarungen über Krisenpakete mit den Tarif- und Betriebspartnern notwendig. Die Airline will die Zahl der Stellen in der Verwaltung bis 2023 um 1.000 verringern und 20 Prozent der Führungskräftestellen streichen.

Ein weiteres Element im Bündel der unterschiedlichen Maßnahmen ist die schnellstmögliche Rückzahlung der staatlichen Kredite und Einlagen. Wie berichtet, sind die ausgehandelten Zinssätze für das geliehene Geld vom Staat höher als die derzeit marktüblichen Sätze: In den Jahren 2021 und 2022 wird das geliehene Geld mit 4,0 Prozent verzinst, danach steigt der Zinssatz bis 2027 auf 9,5 Prozent!

 

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