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ver.di ruft zu Warnstreiks an Flughäfen auf

Am Donnerstag wird der Luftverkehr an insgesamt elf deutschen Flughäfen empfindlich gestört. Die Gewerkschaft ver.di will mit einem Warnstreik der Beschäftigten im Bereich der Luftsicherheit ihren Forderungen nach mehr Gehalt Nachdruck verleihen.

31.01.2024

Für den 1. Februar 2024 hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Sicherheitsdienste an deutschen Flughäfen zu Warnstreiks aufgerufen. © V. K. Thomalla

Im derzeit laufenden Tarifkonflikt hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Luftsicherheitsfirmen an insgesamt elf deutschen Flughäfen zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand soll bereits heute, am 31. Januar 2024 um 22.00 Uhr beginnen und am 1. Februar um 22.00 Uhr enden. Betroffen von dem Streik sind die Flughäfen Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig und Stuttgart. Nicht bestreikt werden die bayerischen Airports München und Nürnberg, allerdings kann es an diesen Airports aufgrund der Streiks an den anderen Flughäfen auch zu Flugausfällen kommen.

Keine Abflüge am BER und in Hamburg

Am Flughafen BER werden am 1. Februar keine Flüge stattfinden, kündigte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH an. Davon sind allein in Berlin 50.000 Fluggäste betroffen. Auch in Hamburg werden ebenfalls keine geplanten Abflüge stattfinden. Alle 126 Starts am Donnerstag seien gestrichen oder würden ohne Fluggäste stattfinden, teilte der Airport mit. Ankünfte seien jedoch möglich.

In drei Verhandlungsrunden haben die Tarifpartner bislang keine Einigung erzielen können. Die nächsten Verhandlungen sind für die kommende Woche angekündigt. ver.di fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft hatte bereits 2019, 2022 und zuletzt im März 2023 im Rahmen von Tarifkonflikten Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals organisiert.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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