Die Euronaval (3. bis 6. November 2026) in Paris ist eine Messe, die sich auf maritime Rüstungsgüter spezialisiert hat. In diesem Jahr ist die Zahl der Aussteller sprunghaft angestiegen, von rund 500 Ausstellern bei der Ausgabe 2024 auf rund 700 in diesem Jahr. Ein Grund für den Anstieg sind neue Aussteller aus dem Bereich der unbemannten Systeme, also see- oder luftgestützte Drohnen.
Der Flugzeughersteller AURA AERO aus Toulouse wird in diesem Jahr erstmalig mit seinem Tochterunternehmen AURA M auf der Messe ausstellen. Er wird dort seine MALE-Drohne (Medium Altitude, Long Endurance) ENBATA vorstellen. Mit der Präsenz auf der Messe will der Hersteller zeigen, dass ENBATA auch die Anforderungen von Seestreitkräften erfüllen kann.
Das unbemannte Fluggerät ist für eine Vielzahl von Missionen vorgesehen, von der Informationssammlung (ISR) über bewaffnete Aufklärung, maritime Überwachung bis zu elektronischer Kriegführung und der Drohnenbekämpfung.
ENBATA hat eine beeindruckende Größe
ENBATA ist keine kleine Drohne. Als Spannweite der von einem Dieselmotor angetriebenen Drohne gibt der Hersteller 17 Meter an. Dank eines robusten Fahrwerks mit Rädern mit niedrigem Luftdruck kann ENBATA auch unvorbereitete Pisten nutzen. Als Marschgeschwindigkeit gibt AURA M 160 Knoten (True Air Speed) an, als typische Missionsflughöhe 25.000 Fuß. ENBATA soll in der Lage sein, bis zu 1.050 Kilogramm an Nutzlast zu transportieren und bis zu 55 Stunden ununterbrochen in der Luft zu bleiben.
ENBATA wird ausschließlich mit europäischen Komponenten gefertigt, so dass für Exporte keine Genehmigung der US-Regierung eingeholt werden muss.
ERA wird zum INTRUDER
AURA M wird auf der Euronaval außerdem über seine Einmot Integral sprechen, die als Integral M für die Schulung von Militärpiloten optimiert ist sowie über das Mehrzweck-Transportflugzeug INTRUDER, welches AURA M auf Basis des 19-sitzigen, hybrid-elektrisch angetriebenen Regionalflugzeugs ERA entwickeln will.
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