Gestern ist das zweite Aufklärungsflugzeug des Typs MC-55A Peregrine der Royal Australian Air Force (RAAF) auf der RAAF-Basis Edinburgh im Bundesstaat South Australia gelandet. Australien hat insgesamt vier Exemplare des Musters bestellt, von denen das erste nach seinem Umbau in den Vereinigten Staaten im Januar dieses Jahres an die RAAF übergeben wurde.
Die MC-55A Peregrine ist in der Lage, nachrichtendienstliche Informationen zu sammeln (Intelligence), Aufklärungs- (Reconnaissance) und Überwachungsmissionen (Surveillance) zu fliegen und kann auch elektronische Kampfführungseinsätze (Electronic Warfare) durchführen. Deshalb bezeichnet die RAAF die MC-55A auch als ISREW-Flugzeug.
Die G550 ist die Basis der MC-55A
Die MC-55A sind stark modifizierte Langstrecken-Business-Jets des Typs Gulfstream G550. Die Modifikationen und der Einbau der Missionsausrüstung und Sensoren erfolgt bei L3Harris Technologies in Greenville im US-Bundesstaat Texas.
Australien ist ein Kontinent mit einer Küstenlinie von über 66.500 Kilometern Länge, die eine kontinuierliche Überwachung zu einer Herausforderung macht. Die RAAF verfügt mit der Boeing E-7A Wedgetail, der Boeing P-8A Poseidon und der Riesendrohne MQ-4C Triton über leistungsfähige militärische Aufklärungs- und Überwachungskapazitäten. Die MC-55A Peregrine werden von der No 10 Squadron auf der RAAF-Basis Edinburgh aus betrieben und ergänzen die anderen Aufklärungsflugzeuge. Zudem bestehen noch drei Forward Operating Bases auf den Cocos Islands, in Townsville und in Darwin, die für den Betrieb der Aufklärer gerüstet sind.
Volker K. Thomalla
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