Es hat sich zu einer Tradition entwickelt, dass eine Delegation einer Kundennation zu Beginn der Endmontage der ersten F-35 Lightning II im Endmontagewerk von Lockheed Martin in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas das vordere Brandschott unterzeichnet.
Ende September besuchte eine Schweizer Delegation das Werk und besichtigte den Baufortschritt der ersten F-35A Lightning II für die Schweiz. Bei diesem Anlass signierten die Teilnehmer der Delegation auch das Bauteil. Auf dem Brandschott klebt eine Folie mit der Schweizer Flagge, der Hersteller-Konstruktionsnummer MJ-01 sowie den späteren Stationierungsorten des Flugzeugs, der Ebbing Air National Guard Base in den USA sowie dem Flugplatz Payerne in der Schweiz.
Die Seriennummern der Flugzeuge für die einzelnen Nationen unterscheiden sich durch unterschiedliche Buchstaben. Die finnischen F-35 werden unter den Seriennummern gebaut, die mit den Buchstaben MF beginnen, die belgischen Seriennummern beginnen mit AY, die polnischen mit AZ, die dänischen mit AP, die deutschen mit MG und die für die U.S. Air Force mit AF.
Der vordere Rumpfspant der ersten F-35A für die Schweiz mit den Unterschriften der Delegationsteilnehmer. © Lockheed Martin Aeronautics
Die Schweiz hatte ursprünglich 36 F-35A in Auftrag gegeben, aber im März dieses Jahres mitgeteilt, die Bestellung auf 30 Exemplare des Stealth Fighters zu reduzieren, da es eine budgetäre Obergrenze für die Beschaffung der F-35A von höchstens 6 Milliarden Schweizer Franken gebe. Bei der ursprünglich angestrebten Zahl von 36 Flugzeugen wäre dieses Limit angesichts der Kostensteigerungen des Programms überschritten worden.
Die ersten F-35A der Schweiz bleiben in den USA
Die ersten acht für die Schweiz bestimmten Lightning II werden nach heutiger Planung ab Mitte 2027 auf der Ebbing Air National Guard Base in Arkansas für die Ausbildung der Schweizer Pilotinnen und Piloten sowie des Bodenpersonals eingesetzt. Danach werden die Kampfflugzeuge schrittweise in die Schweiz überführt.
Die Schweizer Luftwaffe wird ihre F-35A auf den Militärflugplätzen Payerne, Meiringen und Emmen stationieren. In Payerne ist die Stationierung schon ab Mitte 2028 vorgesehen, in Meiringen ab 2030 und in Emmen ab 2032.
Bob Fischer
Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Folgen Sie uns auf Bluesky
Liken Sie uns auf Facebook
Schon gelesen?
Lockheed Martin hat die erste F-35A Lightning II an die Luftwaffe übergeben
Die F-35 kann mit acht Drohnen gleichzeitig zusammenarbeiten